Wenn sich vor dem Bremer Pier 2 lange Schlangen bilden, steht meist ein Rockstar auf der Bühne, der die Massen begeistert. Doch nicht nur einer, sondern gleich 40 zukünftige Rockstars der Food-Szene erwiesen sich Ende Oktober als ebenso starker Publikumsmagnet und lockten über 1000 Gäste zur myEnso Food-Party.

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Alle kamen, um sich an kulinarischen Neuheiten wie Insektenburgern, rosa Schokolade oder Grünkohlsenf zu erfreuen. Vier Stunden brieten, erwärmten und verteilten die Aussteller ihre Köstlichkeiten an die neugierigen Gäste. Die Begeisterung unter den Austellern fasst Daniel Garcia von Artful Spirits zusammen: „Man merkt, dass die Leute miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Wir wollen uns gegenseitig unterstützen. Super Geschichte!“ Und die Besucher drängten sich vor den Ständen, um auch wirklich alles einmal zu probieren.

Von wegen Berlin! Spätestens jetzt wird klar, dass Bremen als Standort für innovative Food-Start-ups wieder voll im Aufwind ist, nachdem in der Vergangenheit große Unternehmen wie Kellogg‘s abgewandert sind. Und wir von myEnso sind Teil dieser Entwicklung. Schön zu sehen, dass die Stadt Bremen, die sich selbst „Markenhauptstadt der Nahrungs- und Genussmittelbranche“ nennt, voll hinter uns steht. Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, ließ es sich nicht nehmen den Gästen eine Videobotschaft aus Washington zu schicken. Zur foodpioniere-Messe sagt sie: „Die Idee von myEnso, junge Unternehmen mit innovativen Produkten zusammenzubringen, ist eine […] großartige Idee, die nicht nur Gründer fördert, sondern auch eine attraktive Kulisse […] schafft. Für den Lebensmittelstandort Bremen ist die Messe eine wichtige Ergänzung.“ Es ist offensichtlich: Wir haben etwas angeschoben, das für den Standort wichtig ist und den Nerv der Zeit trifft.

Bereits im letzten Jahr sind wir von dem Erfolg unserer foodpioniere-Messe überrascht worden! Ein Jahr später können wir mehr als stolz sein. Mit 40 Food-Start-ups und 1000 Besuchern sind wir auf das Doppelte gewachsen. Die Bremer geben außergewöhnlichen Produkten eine Chance, sind neugierig und aufgeschlossen. Bei Bug Foundation etwa, wo man einen Burger aus Buffalowürmern kosten konnte, war die Schlange den ganzen Abend hindurch gigantisch!

Sowohl der Insektenburger als auch alle anderen vorgestellten Produkte kommen nun nach und nach ins myEnso-Sortiment. Sie haben den Test beim Verbraucher bestanden, so wie alle Produkte, die bei myEnso ins Regal kommen. Der Höhepunkt der Messe war die Preisverleihung. Unsere Besucher haben für ihre Lieblingsprodukte abgestimmt und so die Gewinner des Abends entschieden. Dazu konnten sie myEnso-Taler an die Unternehmen vergeben, die sie am meisten überzeugten – Werbepakete und Shop-Aktionen in unserem Online-Supermarkt mit einem Gesamtwert von rund 145.000 Euro winkten als Preis. Und jedes Start-up konnte einen Preis mit nach Hause nehmen. Eine Art Booster für die Bekanntheit der jungen Firmen, denn wir wollen ihnen eine Chance geben, sich im Sortiment gegen die großen Hersteller zu behaupten.

And the Winner was: guteseis. Die Bremer Eismanufaktur stellt wunderbares Eis her. Ihre Produkte sind sozial und ökologisch nachhaltig und werden teils mit Bio-Zutaten aus dem Bremer Umland gefertigt. Selbstverständlich ohne Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Das und vor allem der Geschmack überzeugten die meisten Besucher. Auf der Food-Party haben sich die Bremer Gründer, die ihr Glück kaum fassen konnten, noch die letzten Verbesserungsvorschläge für ihr Eis eingeholt. Jetzt geht es mit doppelter Motivation in die Produktentwicklung, denn so viel positives Feedback beflügelt jeden Gründer.

Seid gespannt, wenn guteseis Anfang des Jahres 2020 bei uns im Shop zu kaufen sein wird. So lange wird das wohl nicht mehr dauern, denn mit dem bei foodpioniere 2019 gewonnenen Paket aus Webemaßnahmen und Verkaufsunterstützung ist guteseis direkt zur Bank gegangen und hat sich das Kapital besorgt, mit der die Produktion professionalisiert und der Vertrieb mit Vollgas angegangen werden kann.

Der zweite Platz zeigt, dass Traditionsprodukte wie Käse immer noch hohe Anerkennung genießen. Er ging an Ruwisch & Zuck, ein inhabergeführtes Familienunternehmen, das seit vielen Jahrzehnten mit Käse handelt. Auf der Messe begeisterte es mit seinen internationalen Käsespezialitäten und kam mit dem Verkosten und Erklären kaum hinterher.

Oma Lisbeth gewann den dritten Preis. Das junge Start-up setzt auf hausgemachte Maultaschen. Ein altbewährtes Produkt, das trotz industrieller Produktion immer noch streng nach dem Originalrezept hergestellt wird. Oma Lisbeth gibt es tatsächlich und ihr Rezept wird seit Generationen von Mutter zu Tochter weitergegeben. Es geht halt nichts über ehrliche Hausmannskost, die das Herz erwärmt.

Desweiteren begeisterten Leef (Geschirr aus Palmenblättern), die Bremer Gastronomen von Muchos más (spanische Spezialitäten), die Senfmanufaktur Wilhelmshaven (Senf und Chutneys ohne künstliche Aromen und Geschmacksverstärker), Breadonauts (glutenfreies Pfannenbrot), NORK (Doppelkorn aus Bremen), Bug Foundation (Insektenburger) und Fiev Sinn (Stieleis-Manufaktur) die Messegäste und belegten Platz 4 bis 10.

Unsere Idee, Food-Start-ups zu fördern und gleichzeitig den Verbrauchern ein Sortiment anzubieten, das sie mitbestimmen können, liegt uns am Herzen. Mit unserer Messe haben wir sie erlebbar gemacht und es gibt viele Menschen, die das ebenso sehen und uns unterstützen – sei es als Teilhaber bei myEnso oder Kunde. Im Pier 2 haben wir stolze Gründer gesehen und Menschen mit leckerem Essen glücklich gemacht. Das motiviert uns, von Bremen aus den Lebensmittelmarkt zu revolutionieren. Save the date, nächstes Jahr kommen wir wieder.

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