„Jede Flasche hat ihre eigene „Haut“, deshalb haben wir 1000 verschiedene Foliendesigns“

Martin Birk Jensen, Gründer von Skin Gin, im Interview mit myEnso

 

Gin erlebt derzeit ein Mega-Comeback. Nichts geht mehr ohne das Trendgetränk! Woran liegt das Ihrer Meinung nach und wie setzt sich Skin Gin von der Konkurrenz ab?

Jensen: Ich freue mich natürlich über diesen Erfolg und kann ihn auch absolut nachvollziehen. Denn Gin ist – im Gegensatz zu anderen Spirituosen – unglaublich vielfältig. Das Hauptdestillat für Gin ist zwar immer Wacholderschnaps mit mindestens 37,5 Prozent Alkohol. Aber es lassen sich alle möglichen Botanicals hinzufügen, zum Beispiel aus Wurzeln oder Kräutern. So entsteht ein völlig neues Produkt.
Skin Gin ist sowohl geschmacklich als auch optisch einmalig auf dem Markt. Die sieben Destillate, die in Skin Gin sind, werden einzeln destilliert und erst danach zusammengefügt. So bleiben 100 Prozent der ätherischen Öle enthalten. Das funktioniert aber nur durch einen längeren und damit teureren Herstellungsprozess, den sich kaum jemand unserer Mitbewerber leistet. Wir gönnen unserem Produkt diese Zeit und gucken nicht auf den Cent. Im Vordergrund steht, Qualität zu erzeugen.
Hinzu kommt die hochwertige Verpackung in Flakon-Optik aus heißgeprägter Kunstlederfolie. Jede Flasche hat ihre eigene „Haut“, deshalb haben wir 1000 verschiedene Foliendesigns. Auch das erkennen unsere Kunden an: Die leeren Flaschen wandern nicht in den Altglascontainer, sondern bleiben als Deko im Schrank oder auf dem Regal.

Warum gehört Skin Gin ins myEnso-Sortiment?

Jensen: Weil uns die Kundenbindung verbindet. Uns ist der Kontakt zu unseren Käufern genauso wichtig wie myEnso. Vor allem weil Gin im gewissen Sinne erklärungsbedürftig ist. In der falschen Mischung schmeckt er einfach nicht. Wir sind über die sozialen Medien immer im Austausch und fragen konkret nach, wenn sich jemand enttäuscht über Skin Gin äußert. Meistens liegt es tatsächlich nur an einem falschen Rezept, das wir dann verbessern – und schwupp ist das Problem behoben. Andererseits probieren wir auch Tipps unserer Kunden aus, wenn sie eine besonders coole Mischung kreiert haben.
Wir verstehen uns als eine Community, die die Leidenschaft für Skin Gin teilt.
Die Bestätigung durch das Feedback der Pioniere ist für uns sehr wertvoll. Es zeigt, dass wir das Richtige tun. Mit gefällt der Ansatz: ‚Du willst es, du kriegst es’. Das zeigt die Autonomie und die Macht des Kunden – und ist eben auch brachial ehrlich. Was nicht geht, fliegt raus. Und das ist mir lieber, als würde mein Produkt irgendwann verramscht werden.

Welche Rolle spielen Bio und Nachhaltigkeit für Sie?

Jensen: Wir verwenden nur ungespritzte Früchte zum Destillieren. Koriander, Minze und Wacholder sind zum Glück so robuste Pflanzen, dass sie grundsätzlich gar nicht gespritzt werden. Nachhaltigkeit beziehen wir aber auch auf die Pflege unserer Zwischenhändler und Kunden. Wir schulen beispielsweise ständig die Verantwortlichen der Getränkeabteilungen im Einzelhandel. Und trotz unserer Bekanntheit – mittlerweile kann man uns weltweit in 17 Ländern kaufen – sind wir ständig auf Endverbrauchermessen. In der Regel zwei bis drei Mal pro Woche. Das kostet kurzfristig zwar viel Geld, sichert uns aber langfristig einen treuen Kundenstamm. Und der ist einfach unbezahlbar!

Übrigens: In der viertenFolge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir Skin Gin vor. Schaut doch mal rein. Übrigens könnt ihr Martin Birk Jensen auch im Interview mit Jürgen sehen.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Skin Gin im Sortiment gelistet werden sollen. 

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