„Kunden haben Macht, aber auch Verantwortung. Und das ist gut so!“

Gert-Jan Rutgers, Geschäftsführer von Cheesepop, im Interview mit myEnso

Gouda, Edamer und Maasdamer kennen wir. Nun gibt es einen neuen Export-Schlager aus den Niederlanden: Cheesepop. Was ist denn das?

Rutgers: Cheesepop ist ein Snack aus gepufftem Käse. Er passt perfekt zu Cocktails und schmeckt super lecker als Topping für Salate und Suppen. Das Besondere an Cheesepop ist, dass die krossen Stückchen zu 100 Prozent aus Käse sind. Andere Produkte basieren auf Mais oder Reis und sind nur mit Käse vermengt oder überbacken. Dadurch enthalten sie überwiegend Kohlenhydrate, die völlig zu Recht in der Kritik stehen, weil sie dick machen. Cheesepop bestehen nur aus Käse, also Proteinen, und sind daher sogar für eine Low-Carb-Ernährung geeignet. Außerdem sind sie von Natur aus glutenfrei. Wir fügen auch nichts hinzu, weder Zusatzstoffe, noch Gewürze. Warum auch? Schließlich genügt ein gutes Produkt als Basis völlig. Einfach nach dem Clean-eating-Prinzip! Wir zerkleinern unseren Käse, trocknen ihn und backen ihn anschließend. Dadurch poppt er ähnlich wie Popcorn auf, wird knusprig kross und schmeckt einfach nur nach Käse. Selbst Menschen mit einer Laktoseintoleranz können Cheesepop übrigens essen, da lange gereifter Käse kaum noch Milchzucker enthält.

Warum passt Cheesepop so gut ins myEnso-Sortiment?

Rutgers: Weil wir nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis daran glauben, dass Konsumenten am besten wissen, was sie wollen. Cheesepop ist dafür das beste Beispiel, denn die Idee zu diesem Produkt kam tatsächlich von unseren Kunden! Sie haben uns ständig vorgeschwärmt, wie köstlich der übergelaufene, kross gebackene Käse schmeckt, der bei Aufläufen über die Ränder tritt. Und immer wieder kam die Frage: „Wieso gibt es das denn nicht als Snack?“ Das konnten wir nachvollziehen und haben angefangen, herum zu probieren. Letztlich hat die Produktentwicklung vier Jahre gedauert. Unzählige ungenießbare Versuche sind im Biomüll gelandet. Aber unsere Neugier und unser Forschergeist wurden letztlich doch belohnt: Mittlerweile gibt es Cheesepop weltweit in 13 Ländern, sogar in Australien, Süd-Korea, Japan und Indonesien – und alle lieben unseren Leckerbissen. Die Zeiten, in denen wenige Einkäufer für Millionen Kunden die Wahl über Lebensmittelangebote in den Supermärkten treffen, sind bald vorbei.

Die Konsumenten erwarten heute nicht nur hochwertige, gesunde Produkte, sondern auch faire und nachhaltige Produktionsprozesse. Wie sehen die bei Cheesepop aus?

Rutgers: Stimmt und das ist gut so! Kunden sollten sich ihrer Macht, aber auch Verantwortung viel stärker bewusst sein. Denn letztlich bestimmen sie langfristig, was in den Regalen steht. Jeder kann also durch den Verzicht dazu beitragen, dass ungesunde Zuckerbomben oder umweltschädigende Palmöl-Produkte unattraktiv für die Produzenten werden – und damit aktiven Umweltschutz betreiben. Bei Cheesepop verwenden wir zum Beispiel spezielle Maschinen, deren erzeugte Wärme wieder für den Herstellungsprozess genutzt wird. So sparen wir wertvolle Energie.

Das 2014 gegründete niederländische Unternehmen Cheesepop verarbeitet ausschließlich Käse für seine Snacks und verzichtet auf Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel.

Übrigens: In der zweiten Folge unserer Sendung foodpioniere stellen wir Cheesepop vor. Schaut doch mal rein.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Cheesepop im Sortiment gelistet werden sollen. 

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