3 Fragen an Josefine Staats von KULAU

3 Fragen an Josefine Staats von KULAU

„Ich wollte unbedingt, dass KULAU von Anfang an mit dabei ist.“

Josefine Staats, Gründerin der KULAU GmbH, im Interview mit myEnso

Ihr Unternehmen setzt vor allem auf Algen- und Kokos-Produkte. Wie kamen Sie auf die Idee, Snacks, Gewürze und Co. mit diesen exotischen Zutaten zu vertreiben?

Als kleines Unternehmen kann man im Markt nur bestehen, wenn man sich vom Wettbewerb absetzt und entweder Produkte anbietet, die es so noch nicht gibt oder die eine bessere Qualität haben als bereits existierende Produkte. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass die größeren Unternehmen irgendwann Trends selber aufgreifen und durch ihre gewachsenen Vertriebsnetzwerke natürlich besser aufgestellt sind als kleinere Firmen. Deswegen müssen kleinere Firmen wendig und flexibel bleiben und immer wieder Neues wagen. Nur so können sie langfristig wachsen. Offenheit und Neugier sind gute Antreiber: Wir glauben, dass auch neue und noch nicht so bekannte Lebensmittel wie z.B. Algen eine kulinarische Bereicherung sein können. Eines meiner Lieblingsgerichte ist z.B. köstliche Spaghetti Vongole mit Algen. Aber auch ein einfacher schneller Algensalat mit Nori-Algen, Chili und Sesamöl schmeckt köstlich. Und die neuen KULAU Nori-Snacks mit Meersalz oder Chili sind sehr würzig und herzhaft.

Warum möchten Sie Ihre Spezialitäten über myEnso vertreiben?

Wir von KULAU finden das Konzept von myEnso spannend, weil es wirklich innovativ ist, die Kunden an der Supermarktgestaltung demokratisch mitwirken zu lassen. Das gibt es so noch nirgendwo. Ich glaube, dass es viele Kunden gibt, die sich über mehr Mitbestimmungsrecht freuen und myEnso mit Leben füllen werden. Außerdem habe ich den myEnso-Geschäftsführer Norbert Hegmann mal bei einer Food-Konferenz in Berlin getroffen und fand seine Präsentation von myEnso sehr professionell und sympathisch. Als er das Modell des Supermarktes von morgen vorgestellt hat, wollte ich unbedingt, dass KULAU von Anfang an mit dabei ist.

Bio und Nachhaltigkeit zählen auch 2018 zu den wichtigsten Schlagworten im Food-Bereich. Wie positioniert sich KULAU zu diesen Themen?

Für KULAU waren Bio und Nachhaltigkeit schon immer sehr wichtig. Unsere Kokosnuss-Produkte stammen von kleinbäuerlich und nachhaltig bewirtschafteten Mischkulturplantagen. Die Algenprodukte stammen aus sorgfältig bewirtschaftetem Bio-Anbau oder werden im Einklang mit der Natur aus Wildwuchs geerntet. Wir kooperieren auch seit kurzem mit der Nichtregierungsorganisation (NGO) One Earth One Ocean, die die Meere von Plastik reinigen möchte. Außerdem versuchen wir gerade ein eigenes Projekt in Sri Lanka ins Leben zu rufen, das die vom Bürgerkrieg besonders betroffenen Fischerfrauen beim Bio-Algenanbau unterstützen soll.

Übrigens: In der zweiten Folge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir KULAU vor. Schaut doch mal rein.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Schulzbrot im Sortiment gelistet werden sollen. 

Mehrweg bietet Mehrwert – Eure Wünsche zum Versand

Mehrweg bietet Mehrwert – Eure Wünsche zum Versand

Wir haben schon einige Taste-Boxen mit unterschiedlichen Produkten an unsere Pioniere versandt. Eure Meinung zu den Produkten war uns immer wichtig, aber es gab auch oft Feedback zu Verpackung und Versand. In der letzten Befragung kamen viele Stimmen, die Art der Verpackung noch zu verbessern. Vieles haben wir direkt umgesetzt. Denn gerade die Art und Schnelligkeit der Belieferung ist im Online-Lebensmittelhandel extrem wichtig um Kunden zu überzeugen.  Deshalb haben wir Ende April eine spezielle Befragung an unsere Pioniere geschickt und gefragt, was sie sich bei Verpackung und Versand der Einkäufe wünschen.

Mehrweg bietet Mehrwert: kein Plastik

Fast drei Viertel der Pioniere stimmten für Mehrwegverpackungen, da sie Mehrfachnutzung der Mehrwegverpackungen als umweltfreundlicher einschätzen. Die Pioniere äußerten zusätzlich den Wunsch, dass bei der Lieferung mit Mehrwegverpackung keine weiteren Plastik-Tüten zum Einsatz kommen sollten. Als Füllmaterial entschieden sich zwei Drittel der Befragten für zerknülltes Papier und bei dem Kühlmittel stimmten 51 Prozent für Mehrweg-Kühlakkus.

Schnell, aber ohne Zusatzkosten und mit Trackingnummer

Zwischen zwei und drei Stunden sollte das Lieferfenster angegeben werden. Kommt es zu Lieferverzögerungen bevorzugen knapp drei Viertel die Zustellung später am selben Tag. 44 Prozent der Pioniere benötigen keine Anpassung des Zeitfensters, 42 Prozent würden es gut finden, jedoch nur, wenn es keine Zusatzkosten verursachen würde. Und die Mehrheit (85 Prozent) empfindet eine Trackingnummer für die eigene Bestellung als wichtig.

Bei Same-Day darf es auch zusätzlich kosten

Auch Same-Day-Lieferung scheint den Befragten wichtig zu sein, immerhin 39 Prozent wünschen sich dies. Zahlungsbereitschaft für Extrakosten ist dabei auch vorhanden. Fünf Euro würde die Mehrheit (65 Prozent) dafür bereit sein auszugeben.

myEnso versucht auf alle Wünsche der Pioniere einzugehen und diese auch umzusetzen. Im ersten Schritt will myEnso jedoch erstmal die zuverlässige Belieferung die hohe Produktsicherheit gewährleisten. Im Anschluss folgt dann die Optimierung von Verpackung und Versand.

Das myEnso-Team sagt vielen Dank an 875 Pioniere, die an der Umfrage zu Verpackung und Versand teilgenommen haben. Wollt Ihr auch über wichtige Dinge wie Versandoptionen oder Produkte entscheiden? Dann meldet Euch schnell als Pionier hier an und nehmt an Befragungen und Verlosungen mit den Tasteboxen teil.

 

 

Titelbildquelle: Michael Nivelet/Shutterstock.com

myEnso bringt einem Dorf den Supermarkt zurück

myEnso bringt einem Dorf den Supermarkt zurück

Nahversorgung auf dem Land im niedersächsischen Blender startet

myEnso ist nicht nur Euer Supermarkt im Internet. Wir wollen für Euch da sein, wo Ihr uns braucht und das meinen wir ernst. So starten wir jetzt einen neuen Service auf dem Land. Dort wo sich viele Strukturen nach und nach zurückziehen und gerade ältere Menschen es schwer haben, sich mit den Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen. Ein Fall für myEnso!

In Blender, einem kleinen Dorf im Landkreis Verden hat vor einiger Zeit der letzte Supermarkt seine Zelte abgebrochen – ein neuer war nicht in Sicht. Doch ohne Auto kommt man hier nicht weit. Ungefähr 10 Kilometer ist das nächste Lebensmittelgeschäft entfernt.

Zusammen mit der Bürgerinitiative „Gemeinde.Zukunft.Gestalten“ haben wir von myEnso ein Konzept für die Nahversorgung des 3.000-Seelen-Dorfes entwickelt und setzen es nun um:

Ab dem 4. Mai versorgen wir die Bewohner jeden Freitag mit unserem myEnso-Kioskwagen und starten gemeinsam mit der Gemeinde einen neuen Wochenmarkt, dem sich der örtliche Bäcker und ein Anbieter von Wurst- und Fleischwaren angeschlossen haben. Die Bewohner des Ortes kaufen entweder spontan auf dem Wochenmarkt oder sie holen bei uns ihre bis Mittwoch bestellten Waren ab.

Individuell und passgenau für die Bedürfnisse

Bis Mittwochs um 14 Uhr können die Blendaner ab sofort ihre Wochenbestellung aufgeben – in der Bäckerei Baalk, im myEnso-Onlineshop oder telefonisch. „Wir möchten jedem Kunden die Möglichkeit geben, so zu bestellen, wie er es sich wünscht“, erklärt myEnso-Gründer Norbert Hegmann die Auswahl an Bestellmöglichkeiten.

Die Auswahl der erhältlichen Waren reicht von regionalem Obst und Gemüse über Backmischungen, Konfitüren und Süßigkeiten bis hin zu Kaffee und anderen Lebensmitteln. „Das Sortiment werden wie nach und nach an die Bedürfnisse und Wünsche der Einwohner anpassen, um auch hier auf 100 Prozent Kundenzentrierung zu setzen.“, ergänzt Co-Gründer Thorsten Bausch.

Jeden Freitag rollt dann der myEnso-Wagen in das Dorf und ist von 14.30 Uhr bis etwa 17.00 Uhr vor Ort. Bereits bestellte Waren werden hier ausgeteilt und wer nicht bestellt hat, kann vor Ort am Wagen einkaufen. Wir bieten auch die Lieferung direkt nach Hause oder, für alle, die arbeiten, die Abholung beim Bäcker freitagabends oder samstags von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr.

Im Weser Kurier lest ihr alles zur Auftaktveranstaltung vom 20. April.

 

Habt auch Ihr gute Ideen oder Wünsche, wo myEnso in Deutschland noch fehlt? Meldet Euch jetzt als Pionier an und teilt uns Eure Wünsche auf unserer Plattform „Meine Entscheidung“ mit!

Maronen: Das Comeback der Superfrucht

Maronen: Das Comeback der Superfrucht

In Folge 4 der Foodpioniere schwärmt TV-Koch Jan Phillip Cleusters von einem fast vergessenen Superfood: Maronen. Sie eignen sich nämlich nicht nur für kurze Zeit auf dem Weihnachtsmarkt, sondern ganzjährig für süße und herzhafte Speisen. Das türkische Unternehmen Ege Kaptan führt die Edelfrüchte in der 3. Generation nach Deutschland ein. Die Esskastanien aus Izmir wachsen an 150 Jahre alten Bäumen, die ausschließlich mit mineralischem Dünger gepflegt werden.

Maronen sind ein Super-Snack

Im Gegensatz zu anderen Nüssen sind Maronen sehr fettarm. In 100 Gramm stecken nur 2 Gramm Fett. „Außerdem enthalten Esskastanien sehr viele Ballaststoffe und Stärke und sättigen dadurch extrem schnell“, erklärt Jan Phillip Cleusters einen weiteren Pluspunkt. Auch nicht zu vergessen sind die Vitamine A, B, C und E sowie der hohe Gehalt an Calcium. Kein Wunder, dass die Esskastanie gerade zum Baum des Jahres 2018 gekürt wurde!

Eine Marone – 1000 Rezeptideen

Auch in ihrer Vielfältigkeit ist die Marone kaum zu übertreffen. Der Jan Phillip Cleusters kocht, brät, frittiert, schmort und backt die Nussfrucht: „Sie lässt sich super für herzhafte, aber auch süße Speisen verwenden.“ Seine Lieblings-Kombi: mit Feigen und Käse. Aber auch als Zutat in Salaten, in Kombination mit Gemüsesorten wie Rosenkohl und als nussiges Püree ist die Herbstfrucht unschlagbar. Roh schmecken Maronen, die übrigens auch Plumps-Früchte genannt werden, nach nichts. Erst durch das Erhitzen verwandelt sich ihr hoher Gehalt an Stärke in Zucker, so entsteht das leicht süßliche Aroma. Übrigens: Maronenmehl ist glutenfrei und eignet sich daher auch perfekt für Menschen mit Glutenunverträglichkeit.

Endlich allgegenwärtig

Bisher galten Maronen bei uns als typische Weihnachtsmarkt-Leckerei. In anderen Ländern hat sich die Marone längst als normale Beilage durchgesetzt, wie bei uns die Kartoffel. Frisch erhältlich sind sie zwar nur zwischen Oktober und Januar. Aber es gibt gute Nachrichten: Mittlerweile kann man Maronen gefrostet oder auch kandiert das ganze Jahr über kaufen.

Kauf-Tipps

Hochwertige, frische Maronen erkennt ihr ganz einfach an zwei Merkmalen:

  1. Die Früchte sind prall und schwer. Eine knittrige Schale oder wenig Gewicht verrät, dass die Maronen älter sind und der Kern bereits vertrocknet ist. Legt die Maronen in lauwarmes Wasser: Die guten bleiben unten und die schlechten schwimmen an der Wasseroberfläche.
  2. Sind in der harten Hülle kleine Löcher? Dann bitte die Finger davonlassen. Das ist meist ein Zeichen für Würmer.

 

 

Titelbildquelle: Lesya Dolyuk/Shutterstock.com

Meine Entscheidung – Unsere neue Wunschplattform ist online

Meine Entscheidung – Unsere neue Wunschplattform ist online

Das „Wir“ zählt: Von euch für gut befundene Wünsche setzen wir um

Als Pionier bestimmst Du myEnso über Deine Wünsche und Ideen entscheidend mit. Um alle Deine und Eure Wünsche aufzunehmen, gab es bisher den Wünsch-dir-was-Button. Viele dieser Wünsche setzen wir gerade um, einige haben wir in Blog-Artikeln oder Befragungen aufgegriffen. Viele von euch haben uns aber auch gefragt:

Wann kann ich meine und alle Wünsche an myEnso endlich sehen, diskutieren und darüber abstimmen?

Die Antwort lautet: Ab sofort! 🙂

Wir freuen uns sehr, Dir heute unsere Plattform „Meine Entscheidung!“ vorstellen zu dürfen. Du findest sie unter https://meine-entscheidung.myenso.de

In diesem Blog-Artikel wollen wir Dir kurz vorstellen, was „Meine Entscheidung!“ ist und wie die Seite funktioniert:

Was ist Meine Entscheidung?

Das ist deine Gestaltungsplattform, denn es ist deine Entscheidung

Mithilfe unseres Partners Innosabi haben wir bei myEnso einen einzigartigen Bereich geschaffen, in dem ab sofort alle eingegangenen Wünsche dargestellt und diskutiert werden, bis hin zur Abstimmung, ob sie in das myEnso-Sortiment aufgenommen bzw. umgesetzt werden sollen. Die erfolgreich umgesetzten Wünsche werden dann auch dokumentiert. Hier kannst also du entscheiden, wie dein Supermarkt deiner Meinung nach aussehen soll. Deswegen nennen wir diesen Bereich auch „Meine Entscheidung“.

Vier Themenbereiche, mit denen du deinen Super-Supermarkt mitgestaltest

Wir haben alle Wünsche in insgesamt vier Bereiche unterteilt:

  • Das Sortiment: Wähle hier deine Lieblingsprodukte und -hersteller
  • Das Einkaufserlebnis: Wähle hier, wie du einkaufen willst und was du dazu brauchst
  • Die Dienstleistung: Wähle hier die Services, die dich unterstützen oder entlasten
  • Die sonstigen Wünsche: Alle Deine Ideen jenseits von Produkten, Herstellern und dem Shop

In drei Phasen vom Wunsch bis zur Umsetzung

Jeder der vier Bereiche ist wiederum in drei Phasen gestaltet:

  • Wünsche in Diskussion: Wünsche werden vorgestellt und beschrieben, damit sie von euch diskutiert und beurteilt werden können
  • Wünsche in Abstimmung: Das Diskussionsergebnis werten wir aus und fassen es zusammen, damit ihr abstimmen könnt, ob der Wunsch realisiert werden soll.
  • Umgesetzte Wünsche: Wünsche, die von Euch mehrheitlich befürwortet werden, werden realisiert, veröffentlicht und dokumentiert.

 Jetzt bist du gefragt!

Teile uns Deine Wünsche mit: Du gehst du einfach im Bereich „Wünsche in Diskussion“ in den Themenbereich (Sortiment, Einkaufserlebnis …), der zu Deinem Wunsch passt. Dort findest Du ein Eingabefeld, in das du deinen Wunsch und weitere Informationen eingeben kannst. Natürlich kannst Du auch Bilder oder Videolinks hinzufügen. Einfach den Vorschlag absenden und fertig!

Nach und nach werden wir die einzelnen Wünsche zur Abstimmung stellen und deine Stimme entscheidet!

Also gehe schnell auf meine-entscheidung.myenso.de oder in der neuen myEnso-Navigation auf „Aktuelles/Wünsch-dir-was“ klicken und ein Passwort anfordern. Wir haben deinen Account bereits für Dich angelegt. Wenn Du weitere Fragen hast, dann wende Dich doch einfach an pionier@myenso.de, wir helfen Dir gerne weiter.

Und jetzt viel Spaß beim Wünschen, Diskutieren, Abstimmen und Stöbern,

Dein myEnso-Team

3 Fragen an Thomas Bicheler von pressgut Bremen

3 Fragen an Thomas Bicheler von pressgut Bremen

„myEnso ist das erste Kaufhaus mit Schwarmintelligenz – klar wollen wir dabei sein!“

Thomas Bicheler, Gründer von pressgut Bremen, im Interview mit myEnso

Fruchtsäfte und Smoothies sind schon lange voll im Trend. Was unterscheidet pressgut von der Konkurrenz?

Bicheler: Da gibt es viele Unterschiede! Unsere Säfte sind wirklich frisch. Sie werden weder pasteurisiert, noch auf andere Weise haltbar gemacht. Daher haben sie auch eine relativ kurze Mindesthaltbarkeit von 5 Tagen. Durch unser spezielles Kalt-Pressverfahren bleibt ein maximaler Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Inhaltsstoffen erhalten. Bei herkömmlichen Saftpressen entsteht dagegen durch die hohe Arbeitsgeschwindigkeit viel Wärme und es wird Luft in den Saft eingewirbelt – erkennbar am Schaum auf dem Saft. Dadurch oxidieren die Vitamine schnell, der Saft wird braun und verliert seinen frischen Geschmack. Uns war wichtig, dass genau das bei unseren Produkten nicht passiert.
Unsere Säfte sollen super lecker schmecken und gesund sein!
Geschmacklich sind wir ebenfalls anders als unsere Mitbewerber. Sie legen bei ihren Smoothies und Säften den Fokus auf die Süße und verwenden entsprechend viel Obst. Gemüse spielt dagegen meistens nur eine unbedeutende Alibi-Rolle, damit es vorne auf dem Etikett stehen darf. Auch das ist bei uns anders, weil wir glauben, dass Grünkohl, Brokkoli und Co. eine sehr wichtige Rolle spielen. Gemüse hat deutlich weniger Zucker und Kalorien, dafür wertvolle Pflanzenstoffe, die für eine gute Ernährung entscheidend sind.

Bei Lebensmitteln spielen Bio und Nachhaltigkeit für die Verbraucher eine immer größere Rolle. Wie ist das bei pressgut?

Bicheler: Genauso. Wir kaufen unsere Rohstoffe überwiegend regional, zum Beispiel unseren Grünkohl aus dem niedersächsischen Wilstedt und Äpfel aus dem Alten Land. Möglichst viele Zutaten haben Bio-Qualität. Zu 100 Prozent ist das leider noch nicht umsetzbar, da die Einkaufspreise, die Verfügbarkeit der Rohstoffe, sowie die Qualität zum Teil nicht ausreichen, beispielsweise der Reifegrad und die Saftausbeute. Und wir nutzen natürlich Ökostrom für die Produktion und verkaufen unsere Säfte ausschließlich in Glasflaschen mit der Bitte um Rückgabe der Flaschen. Um Plastikverpackungen machen wir einen großen Bogen und benutzen nur kompostierbare Bioverpackungen aus Maisstärke.

Warum fühlen Sie sich mit Ihren Produkten bei myEnso gut aufgehoben?

Bicheler: Wir mögen den Gedanken, dass der Verbraucher über das Angebot bestimmen und es selbst zusammenstellen kann. Quasi das erste Kaufhaus mit Schwarmintelligenz! Klar, dass wir dabei sein wollen. Heute wird zu viel unnützer Kram angeboten und beworben. Dabei weiß der Konsument genau, was er braucht und kaufen möchte. Zudem ist das Logistiknetz von myEnso für uns eine sehr gute Möglichkeit, Kunden zu gewinnen, die wir alleine als Kleinunternehmen nicht erreichen könnten. Auch hier macht das Gemeinsame stark und leistungsfähig.

Übrigens: In der dritten Folge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir pressgut vor. Schaut doch mal rein. Übrigens könnt ihr Thomas Bicheler auch im Interview mit Jürgen sehen. Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von pressgut im Sortiment gelistet werden sollen.