3 Fragen an Josefine Staats von KULAU

3 Fragen an Josefine Staats von KULAU

„Ich wollte unbedingt, dass KULAU von Anfang an mit dabei ist.“

Josefine Staats, Gründerin der KULAU GmbH, im Interview mit myEnso

Ihr Unternehmen setzt vor allem auf Algen- und Kokos-Produkte. Wie kamen Sie auf die Idee, Snacks, Gewürze und Co. mit diesen exotischen Zutaten zu vertreiben?

Als kleines Unternehmen kann man im Markt nur bestehen, wenn man sich vom Wettbewerb absetzt und entweder Produkte anbietet, die es so noch nicht gibt oder die eine bessere Qualität haben als bereits existierende Produkte. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass die größeren Unternehmen irgendwann Trends selber aufgreifen und durch ihre gewachsenen Vertriebsnetzwerke natürlich besser aufgestellt sind als kleinere Firmen. Deswegen müssen kleinere Firmen wendig und flexibel bleiben und immer wieder Neues wagen. Nur so können sie langfristig wachsen. Offenheit und Neugier sind gute Antreiber: Wir glauben, dass auch neue und noch nicht so bekannte Lebensmittel wie z.B. Algen eine kulinarische Bereicherung sein können. Eines meiner Lieblingsgerichte ist z.B. köstliche Spaghetti Vongole mit Algen. Aber auch ein einfacher schneller Algensalat mit Nori-Algen, Chili und Sesamöl schmeckt köstlich. Und die neuen KULAU Nori-Snacks mit Meersalz oder Chili sind sehr würzig und herzhaft.

Warum möchten Sie Ihre Spezialitäten über myEnso vertreiben?

Wir von KULAU finden das Konzept von myEnso spannend, weil es wirklich innovativ ist, die Kunden an der Supermarktgestaltung demokratisch mitwirken zu lassen. Das gibt es so noch nirgendwo. Ich glaube, dass es viele Kunden gibt, die sich über mehr Mitbestimmungsrecht freuen und myEnso mit Leben füllen werden. Außerdem habe ich den myEnso-Geschäftsführer Norbert Hegmann mal bei einer Food-Konferenz in Berlin getroffen und fand seine Präsentation von myEnso sehr professionell und sympathisch. Als er das Modell des Supermarktes von morgen vorgestellt hat, wollte ich unbedingt, dass KULAU von Anfang an mit dabei ist.

Bio und Nachhaltigkeit zählen auch 2018 zu den wichtigsten Schlagworten im Food-Bereich. Wie positioniert sich KULAU zu diesen Themen?

Für KULAU waren Bio und Nachhaltigkeit schon immer sehr wichtig. Unsere Kokosnuss-Produkte stammen von kleinbäuerlich und nachhaltig bewirtschafteten Mischkulturplantagen. Die Algenprodukte stammen aus sorgfältig bewirtschaftetem Bio-Anbau oder werden im Einklang mit der Natur aus Wildwuchs geerntet. Wir kooperieren auch seit kurzem mit der Nichtregierungsorganisation (NGO) One Earth One Ocean, die die Meere von Plastik reinigen möchte. Außerdem versuchen wir gerade ein eigenes Projekt in Sri Lanka ins Leben zu rufen, das die vom Bürgerkrieg besonders betroffenen Fischerfrauen beim Bio-Algenanbau unterstützen soll.

Übrigens: In der zweiten Folge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir KULAU vor. Schaut doch mal rein.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Schulzbrot im Sortiment gelistet werden sollen. 

3 Fragen an Thomas Bicheler von pressgut Bremen

3 Fragen an Thomas Bicheler von pressgut Bremen

„myEnso ist das erste Kaufhaus mit Schwarmintelligenz – klar wollen wir dabei sein!“

Thomas Bicheler, Gründer von pressgut Bremen, im Interview mit myEnso

Fruchtsäfte und Smoothies sind schon lange voll im Trend. Was unterscheidet pressgut von der Konkurrenz?

Bicheler: Da gibt es viele Unterschiede! Unsere Säfte sind wirklich frisch. Sie werden weder pasteurisiert, noch auf andere Weise haltbar gemacht. Daher haben sie auch eine relativ kurze Mindesthaltbarkeit von 5 Tagen. Durch unser spezielles Kalt-Pressverfahren bleibt ein maximaler Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Inhaltsstoffen erhalten. Bei herkömmlichen Saftpressen entsteht dagegen durch die hohe Arbeitsgeschwindigkeit viel Wärme und es wird Luft in den Saft eingewirbelt – erkennbar am Schaum auf dem Saft. Dadurch oxidieren die Vitamine schnell, der Saft wird braun und verliert seinen frischen Geschmack. Uns war wichtig, dass genau das bei unseren Produkten nicht passiert.
Unsere Säfte sollen super lecker schmecken und gesund sein!
Geschmacklich sind wir ebenfalls anders als unsere Mitbewerber. Sie legen bei ihren Smoothies und Säften den Fokus auf die Süße und verwenden entsprechend viel Obst. Gemüse spielt dagegen meistens nur eine unbedeutende Alibi-Rolle, damit es vorne auf dem Etikett stehen darf. Auch das ist bei uns anders, weil wir glauben, dass Grünkohl, Brokkoli und Co. eine sehr wichtige Rolle spielen. Gemüse hat deutlich weniger Zucker und Kalorien, dafür wertvolle Pflanzenstoffe, die für eine gute Ernährung entscheidend sind.

Bei Lebensmitteln spielen Bio und Nachhaltigkeit für die Verbraucher eine immer größere Rolle. Wie ist das bei pressgut?

Bicheler: Genauso. Wir kaufen unsere Rohstoffe überwiegend regional, zum Beispiel unseren Grünkohl aus dem niedersächsischen Wilstedt und Äpfel aus dem Alten Land. Möglichst viele Zutaten haben Bio-Qualität. Zu 100 Prozent ist das leider noch nicht umsetzbar, da die Einkaufspreise, die Verfügbarkeit der Rohstoffe, sowie die Qualität zum Teil nicht ausreichen, beispielsweise der Reifegrad und die Saftausbeute. Und wir nutzen natürlich Ökostrom für die Produktion und verkaufen unsere Säfte ausschließlich in Glasflaschen mit der Bitte um Rückgabe der Flaschen. Um Plastikverpackungen machen wir einen großen Bogen und benutzen nur kompostierbare Bioverpackungen aus Maisstärke.

Warum fühlen Sie sich mit Ihren Produkten bei myEnso gut aufgehoben?

Bicheler: Wir mögen den Gedanken, dass der Verbraucher über das Angebot bestimmen und es selbst zusammenstellen kann. Quasi das erste Kaufhaus mit Schwarmintelligenz! Klar, dass wir dabei sein wollen. Heute wird zu viel unnützer Kram angeboten und beworben. Dabei weiß der Konsument genau, was er braucht und kaufen möchte. Zudem ist das Logistiknetz von myEnso für uns eine sehr gute Möglichkeit, Kunden zu gewinnen, die wir alleine als Kleinunternehmen nicht erreichen könnten. Auch hier macht das Gemeinsame stark und leistungsfähig.

Übrigens: In der dritten Folge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir pressgut vor. Schaut doch mal rein. Übrigens könnt ihr Thomas Bicheler auch im Interview mit Jürgen sehen. Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von pressgut im Sortiment gelistet werden sollen. 

3 Fragen an Martin Birk Jensen von Skin Gin

3 Fragen an Martin Birk Jensen von Skin Gin

 

„Jede Flasche hat ihre eigene „Haut“, deshalb haben wir 1000 verschiedene Foliendesigns“

Martin Birk Jensen, Gründer von Skin Gin, im Interview mit myEnso

 

Gin erlebt derzeit ein Mega-Comeback. Nichts geht mehr ohne das Trendgetränk! Woran liegt das Ihrer Meinung nach und wie setzt sich Skin Gin von der Konkurrenz ab?

Jensen: Ich freue mich natürlich über diesen Erfolg und kann ihn auch absolut nachvollziehen. Denn Gin ist – im Gegensatz zu anderen Spirituosen – unglaublich vielfältig. Das Hauptdestillat für Gin ist zwar immer Wacholderschnaps mit mindestens 37,5 Prozent Alkohol. Aber es lassen sich alle möglichen Botanicals hinzufügen, zum Beispiel aus Wurzeln oder Kräutern. So entsteht ein völlig neues Produkt.
Skin Gin ist sowohl geschmacklich als auch optisch einmalig auf dem Markt. Die sieben Destillate, die in Skin Gin sind, werden einzeln destilliert und erst danach zusammengefügt. So bleiben 100 Prozent der ätherischen Öle enthalten. Das funktioniert aber nur durch einen längeren und damit teureren Herstellungsprozess, den sich kaum jemand unserer Mitbewerber leistet. Wir gönnen unserem Produkt diese Zeit und gucken nicht auf den Cent. Im Vordergrund steht, Qualität zu erzeugen.
Hinzu kommt die hochwertige Verpackung in Flakon-Optik aus heißgeprägter Kunstlederfolie. Jede Flasche hat ihre eigene „Haut“, deshalb haben wir 1000 verschiedene Foliendesigns. Auch das erkennen unsere Kunden an: Die leeren Flaschen wandern nicht in den Altglascontainer, sondern bleiben als Deko im Schrank oder auf dem Regal.

Warum gehört Skin Gin ins myEnso-Sortiment?

Jensen: Weil uns die Kundenbindung verbindet. Uns ist der Kontakt zu unseren Käufern genauso wichtig wie myEnso. Vor allem weil Gin im gewissen Sinne erklärungsbedürftig ist. In der falschen Mischung schmeckt er einfach nicht. Wir sind über die sozialen Medien immer im Austausch und fragen konkret nach, wenn sich jemand enttäuscht über Skin Gin äußert. Meistens liegt es tatsächlich nur an einem falschen Rezept, das wir dann verbessern – und schwupp ist das Problem behoben. Andererseits probieren wir auch Tipps unserer Kunden aus, wenn sie eine besonders coole Mischung kreiert haben.
Wir verstehen uns als eine Community, die die Leidenschaft für Skin Gin teilt.
Die Bestätigung durch das Feedback der Pioniere ist für uns sehr wertvoll. Es zeigt, dass wir das Richtige tun. Mit gefällt der Ansatz: ‚Du willst es, du kriegst es’. Das zeigt die Autonomie und die Macht des Kunden – und ist eben auch brachial ehrlich. Was nicht geht, fliegt raus. Und das ist mir lieber, als würde mein Produkt irgendwann verramscht werden.

Welche Rolle spielen Bio und Nachhaltigkeit für Sie?

Jensen: Wir verwenden nur ungespritzte Früchte zum Destillieren. Koriander, Minze und Wacholder sind zum Glück so robuste Pflanzen, dass sie grundsätzlich gar nicht gespritzt werden. Nachhaltigkeit beziehen wir aber auch auf die Pflege unserer Zwischenhändler und Kunden. Wir schulen beispielsweise ständig die Verantwortlichen der Getränkeabteilungen im Einzelhandel. Und trotz unserer Bekanntheit – mittlerweile kann man uns weltweit in 17 Ländern kaufen – sind wir ständig auf Endverbrauchermessen. In der Regel zwei bis drei Mal pro Woche. Das kostet kurzfristig zwar viel Geld, sichert uns aber langfristig einen treuen Kundenstamm. Und der ist einfach unbezahlbar!

Übrigens: In der viertenFolge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir Skin Gin vor. Schaut doch mal rein. Übrigens könnt ihr Martin Birk Jensen auch im Interview mit Jürgen sehen.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Skin Gin im Sortiment gelistet werden sollen. 

3 Fragen an Mark Dieckmann von Schulz Brot

3 Fragen an Mark Dieckmann von Schulz Brot

„MyEnso und uns verbindet, dass wir beide gesagt haben: Wir machen es trotzdem – und auch noch besser!“

Mark Dieckmann, Geschäftsführer von Schulzbrot, im Interview mit myEnso

Nehmen Sie es jetzt nicht persönlich, Herr Dieckmann. Aber brauchen wir wirklich noch eine weitere Brotbackmischung?

Dieckmann: Eine normale Backmischung sicherlich nicht, davon gibt es tatsächlich viele. Eine Schulzbrot-Mischung dagegen schon. Denn im Segment qualitativ hochwertiger Fertigmischungen ist noch viel, viel Platz. Auf der einen Seite tummeln sich da bisher nur die Discounter mit ihren Ruckzuck-Mischungen für einen Euro. Auf der anderen Seite die hübschen Deko-Mischungen, die bunt geschichtet in Einmachflaschen auf dem Regal vor sich hinstauben, bis sie entsorgt werden. Wir passen weder zu den einen, noch zu den anderen. Denn wir sind ein traditioneller Mittelständler mit langer Backerfahrung und haben alte Rezepte so modernisiert, dass sie auch Zuhause umgesetzt werden können. Das Ergebnis ist ein köstliches Brot in Bio-Bäcker-Qualität ohne Konservierungsstoffe, das auch nach einer Woche noch frisch und lecker ist. Wir sind das besondere, das ursprüngliche Brot, das man Kindern gerne aufs Frühstücksbrett legt, vor allem wenn man es vorher zusammen gebacken hat. Und wir sind Retter in der Not, wenn die Supermärkte schon geschlossen sind oder noch ein tolles Mitbringsel für die neuen Nachbarn fehlt.

Was verbindet Sie mit myEnso, und warum sollte Ihre Brotbackmischung bei myEnso gelistet werden?

Dieckmann: Manche Dinge fühlen sich an wie in Stein gemeißelt, sprich: Ein Supermarkt ist ein Supermarkt. Eine Brotmischung ist eine Brotmischung. Punkt. An diesen Beton-Fundamenten zu rütteln, erscheint auf den ersten Blick überflüssig und kostet nur Kraft. Vor allem, wenn Globalplayer die Konkurrenten sind und den Markteintritt möglichst schwermachen. MyEnso und uns verbindet, dass wir beide gesagt haben: Wir machen es trotzdem – und auch noch besser! Außerdem braucht es Mut, den Kunden tatsächlich ins Zentrum aller Entscheidungen zu stellen und nicht nur den Eindruck zu vermitteln. Warum Schulzbrot in die myEnso-Regale gehört? Weil ich es erschreckend finde, dass die Menschen innerhalb weniger Jahre verlernt haben, wie gutes Brot riecht und schmeckt. Eines unserer wichtigsten Grundnahrungsmittel ist zu einem schnellen Billigprodukt verkommen. Doch genau das passt nicht zusammen: Gute Zutaten kosten Geld und noch kostbarer ist die Zeit, die Brot braucht, zum Beispiel damit die Körner quellen können. Nur so kommt Feuchtigkeit ins Produkt und deshalb sind Discounterwaren innerhalb kürzester Zeit trocken.

Jeder von uns schmeißt statistisch gesehen 82 Kilo Nahrungsmittel pro Jahr in den Müll. Brot rangiert mit 15 Prozent auf den ersten Plätzen dieser traurigen Liste…

Dieckmann: Ja und das sollten wir alle nicht mehr so hinnehmen! Der Gedanke der Nachhaltigkeit sollte sich nicht länger nur auf den Umweltschutz beziehen, sondern auch die Rettung von Nahrungsmitteln und der Ernährung allgemein beziehen. Natürlich spielt für uns Ressourcenschonung auch eine große Rolle, deshalb werden unsere Verpackungen aus Agrarrückständen, also landwirtschaftlichen Nebenprodukten, hergestellt und sind damit zu 100 Prozent recyclebar. Trotzdem sollten wir vor allem auch wieder den Wert von Lebensmitteln schätzen lernen – und dass sie zu schade für den Müll sind.

Übrigens: In der zweiten Folge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir Schulzbrot vor. Schaut doch mal rein.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Schulzbrot im Sortiment gelistet werden sollen. 

3 Fragen an Gert-Jan Rutgers von Cheesepop

3 Fragen an Gert-Jan Rutgers von Cheesepop

„Kunden haben Macht, aber auch Verantwortung. Und das ist gut so!“

Gert-Jan Rutgers, Geschäftsführer von Cheesepop, im Interview mit myEnso

Gouda, Edamer und Maasdamer kennen wir. Nun gibt es einen neuen Export-Schlager aus den Niederlanden: Cheesepop. Was ist denn das?

Rutgers: Cheesepop ist ein Snack aus gepufftem Käse. Er passt perfekt zu Cocktails und schmeckt super lecker als Topping für Salate und Suppen. Das Besondere an Cheesepop ist, dass die krossen Stückchen zu 100 Prozent aus Käse sind. Andere Produkte basieren auf Mais oder Reis und sind nur mit Käse vermengt oder überbacken. Dadurch enthalten sie überwiegend Kohlenhydrate, die völlig zu Recht in der Kritik stehen, weil sie dick machen. Cheesepop bestehen nur aus Käse, also Proteinen, und sind daher sogar für eine Low-Carb-Ernährung geeignet. Außerdem sind sie von Natur aus glutenfrei. Wir fügen auch nichts hinzu, weder Zusatzstoffe, noch Gewürze. Warum auch? Schließlich genügt ein gutes Produkt als Basis völlig. Einfach nach dem Clean-eating-Prinzip! Wir zerkleinern unseren Käse, trocknen ihn und backen ihn anschließend. Dadurch poppt er ähnlich wie Popcorn auf, wird knusprig kross und schmeckt einfach nur nach Käse. Selbst Menschen mit einer Laktoseintoleranz können Cheesepop übrigens essen, da lange gereifter Käse kaum noch Milchzucker enthält.

Warum passt Cheesepop so gut ins myEnso-Sortiment?

Rutgers: Weil wir nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis daran glauben, dass Konsumenten am besten wissen, was sie wollen. Cheesepop ist dafür das beste Beispiel, denn die Idee zu diesem Produkt kam tatsächlich von unseren Kunden! Sie haben uns ständig vorgeschwärmt, wie köstlich der übergelaufene, kross gebackene Käse schmeckt, der bei Aufläufen über die Ränder tritt. Und immer wieder kam die Frage: „Wieso gibt es das denn nicht als Snack?“ Das konnten wir nachvollziehen und haben angefangen, herum zu probieren. Letztlich hat die Produktentwicklung vier Jahre gedauert. Unzählige ungenießbare Versuche sind im Biomüll gelandet. Aber unsere Neugier und unser Forschergeist wurden letztlich doch belohnt: Mittlerweile gibt es Cheesepop weltweit in 13 Ländern, sogar in Australien, Süd-Korea, Japan und Indonesien – und alle lieben unseren Leckerbissen. Die Zeiten, in denen wenige Einkäufer für Millionen Kunden die Wahl über Lebensmittelangebote in den Supermärkten treffen, sind bald vorbei.

Die Konsumenten erwarten heute nicht nur hochwertige, gesunde Produkte, sondern auch faire und nachhaltige Produktionsprozesse. Wie sehen die bei Cheesepop aus?

Rutgers: Stimmt und das ist gut so! Kunden sollten sich ihrer Macht, aber auch Verantwortung viel stärker bewusst sein. Denn letztlich bestimmen sie langfristig, was in den Regalen steht. Jeder kann also durch den Verzicht dazu beitragen, dass ungesunde Zuckerbomben oder umweltschädigende Palmöl-Produkte unattraktiv für die Produzenten werden – und damit aktiven Umweltschutz betreiben. Bei Cheesepop verwenden wir zum Beispiel spezielle Maschinen, deren erzeugte Wärme wieder für den Herstellungsprozess genutzt wird. So sparen wir wertvolle Energie.

Das 2014 gegründete niederländische Unternehmen Cheesepop verarbeitet ausschließlich Käse für seine Snacks und verzichtet auf Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel.

Übrigens: In der zweiten Folge unserer Sendung foodpioniere stellen wir Cheesepop vor. Schaut doch mal rein.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Cheesepop im Sortiment gelistet werden sollen. 

3 Fragen an Jan Daniel Fritz von Saucenfritz Berlin

3 Fragen an Jan Daniel Fritz von Saucenfritz Berlin

„Eine ausgewogene und natürliche Ernährung braucht keine Zusatzstoffe“

Jan Daniel Fritz, Geschäftsführer von Saucenfritz Berlin, im Kurzinterview 

Spitzenköche und Hausfrauen wissen: Eine gute Sauce ist nicht nur ein Genuss, sondern auch eine echte Herausforderung. Woher kommt Ihre Liebe für Saucen?

Fritz: Diese Leidenschaft hat mich früh gepackt, weil in meiner Familie schon immer viel gekocht wurde. Irgendwann mauserte ich mich dann zum Salatsaucen-Spezialist. Das Experimentieren mit unterschiedlichen Zutaten, gerade mit ungewöhnlichen, faszinierte mich sofort. Beim Komponieren von Saucen gibt es einfach keine Limits, alles ist möglich. Mit 8 oder 9 Jahren habe ich das erste Mal statt Zucker Marmelade als Süßungsmittel eingesetzt und damit den Geschmacks-Wettkampf im Salatsaucen Battle gegen meine Cousine gewonnen. Zu Geburtstagen und Partys wünschten sich alle ab diesem Moment nur noch meine Saucen als Mitbringsel. Eines Abends erwischte ich auf einem Fest eine Freundin, als sie den Rest eines Dressings heimlich in ein Gurkenglas umfüllte, um es mit nach Hause zu nehmen. Da dachte ich direkt: Wenn es ihr so gut schmeckt, dann bestimmt auch anderen! Das war die Geburtsstunde von Saucenfritz. Seit 2012 gibt es nun Feinschmeckersaucen, Pestos, Chutneys, Mayonnaise und – ganz neu – vegane Streichcremes als Butter & Margarine Alternative. Sie sind der Renner, denn sie sind lecker und die wertvollen Omega-3-Fettsäuren bleiben durch einen neuartigen innovativen Produktionsprozess erhalten.

Was begeistert Sie an der Idee von myEnso? Warum wollen Sie unbedingt dabei sein?

Fritz: Dafür gibt es viele Gründe. Erstens glaube ich, dass der Online-Vertrieb von Lebensmitteln unvermindert stark zunehmen wird. Einen Partner wie myEnso zu haben, der die gesamte Logistik professionell übernimmt, ist für kleinere Unternehmen sehr attraktiv, auch aus finanzieller Sicht. Außerdem bietet die direkte Kommunikation zu den Pionieren unglaubliche Chancen: Ich kann als Hersteller viel flexibler reagieren als im klassischen Einzelhandel, der Produkte sehr statisch in immer gleich verfügbaren Mengen abruft. Durch myEnso könnte ich saisonal reagieren und kurzfristig zum Beispiel ein Bärlauch-Pesto anbieten. Finden sich genug Abnehmer, wird einfach und unkompliziert produziert. Von der Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden, wie es myEnso umsetzt, profitiert letztlich jeder. Das finde ich super! Und für mich war wichtig, dass ein Kooperationspartner auch in puncto Datenschutz so tickt wie ich. Auch da fühle ich mich bei myEnso gut aufgehoben.

Nachhaltigkeit und Fairness werden sowohl bei Ihnen als auch bei myEnso großgeschrieben.

Fritz: Das stimmt. Ich erkundige mich vor einer Zusammenarbeit immer genau über meine Lieferanten: Wie arbeiten sie? Bezahlen sie faire Löhne und engagieren sich im Idealfall auch sozial? Die Kräuter für Saucenfritz-Produkte beziehe ich beispielsweise von einem Demeterhof, der eng mit einer Behinderten-Werkstatt zusammenarbeitet. Außerdem bevorzuge ich, wenn möglich, regionale Partner, die auch verrückte Ideen mit mir umsetzen. Wie etwa den Anbau von Chili. Der wächst nämlich ganz unkompliziert auch im Berliner Umland und muss nicht klimaschädlich aus Fernost oder Lateinamerika importiert werden. Ökostrom ist für unsere Manufaktur eine Selbstverständlichkeit, selbst wenn er etwas teurer ist. Und unsere Produkte gibt es ausschließlich in recyclebaren Gläsern und nicht in Plastikverpackungen. Zudem verwenden wir zu 100 Prozent Bio-Produkte, auch wenn diese etwas divenhafter sein können und weniger berechenbar sind als industriell hergestellte Zutaten. Doch nur so lässt sich echte Qualität produzieren. Und dazu passen natürlich auch keine Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker. Die kommen uns logischerweise nicht ins Glas.

Seit 2012 produziert J.D. Fritz mit seinem Team in Handarbeit Premium-Saucen und Aufstriche in einer Manufaktur in Berlin Weissensee.

Übrigens: Die Saucen von Saucenfritz sollen so gut sein, dass selbst das Berliner Luxus-Hotel Adlon sie aufgetischt hat.  Und ganz neu gibt es jetzt die veganen Streichcremes als Butter- und Margarine-Alternative.

Jan Daniel Fritz war übrigens schon bei #foodpioniere zu Gast. In der ersten Sendung hat er persönlich seine Produkte vorgestellt.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Saucenfritz im Sortiment gelistet werden sollen.