„myEnso ist das erste Kaufhaus mit Schwarmintelligenz – klar wollen wir dabei sein!“

Thomas Bicheler, Gründer von pressgut Bremen, im Interview mit myEnso

Fruchtsäfte und Smoothies sind schon lange voll im Trend. Was unterscheidet pressgut von der Konkurrenz?

Bicheler: Da gibt es viele Unterschiede! Unsere Säfte sind wirklich frisch. Sie werden weder pasteurisiert, noch auf andere Weise haltbar gemacht. Daher haben sie auch eine relativ kurze Mindesthaltbarkeit von 5 Tagen. Durch unser spezielles Kalt-Pressverfahren bleibt ein maximaler Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Inhaltsstoffen erhalten. Bei herkömmlichen Saftpressen entsteht dagegen durch die hohe Arbeitsgeschwindigkeit viel Wärme und es wird Luft in den Saft eingewirbelt – erkennbar am Schaum auf dem Saft. Dadurch oxidieren die Vitamine schnell, der Saft wird braun und verliert seinen frischen Geschmack. Uns war wichtig, dass genau das bei unseren Produkten nicht passiert.
Unsere Säfte sollen super lecker schmecken und gesund sein!
Geschmacklich sind wir ebenfalls anders als unsere Mitbewerber. Sie legen bei ihren Smoothies und Säften den Fokus auf die Süße und verwenden entsprechend viel Obst. Gemüse spielt dagegen meistens nur eine unbedeutende Alibi-Rolle, damit es vorne auf dem Etikett stehen darf. Auch das ist bei uns anders, weil wir glauben, dass Grünkohl, Brokkoli und Co. eine sehr wichtige Rolle spielen. Gemüse hat deutlich weniger Zucker und Kalorien, dafür wertvolle Pflanzenstoffe, die für eine gute Ernährung entscheidend sind.

Bei Lebensmitteln spielen Bio und Nachhaltigkeit für die Verbraucher eine immer größere Rolle. Wie ist das bei pressgut?

Bicheler: Genauso. Wir kaufen unsere Rohstoffe überwiegend regional, zum Beispiel unseren Grünkohl aus dem niedersächsischen Wilstedt und Äpfel aus dem Alten Land. Möglichst viele Zutaten haben Bio-Qualität. Zu 100 Prozent ist das leider noch nicht umsetzbar, da die Einkaufspreise, die Verfügbarkeit der Rohstoffe, sowie die Qualität zum Teil nicht ausreichen, beispielsweise der Reifegrad und die Saftausbeute. Und wir nutzen natürlich Ökostrom für die Produktion und verkaufen unsere Säfte ausschließlich in Glasflaschen mit der Bitte um Rückgabe der Flaschen. Um Plastikverpackungen machen wir einen großen Bogen und benutzen nur kompostierbare Bioverpackungen aus Maisstärke.

Warum fühlen Sie sich mit Ihren Produkten bei myEnso gut aufgehoben?

Bicheler: Wir mögen den Gedanken, dass der Verbraucher über das Angebot bestimmen und es selbst zusammenstellen kann. Quasi das erste Kaufhaus mit Schwarmintelligenz! Klar, dass wir dabei sein wollen. Heute wird zu viel unnützer Kram angeboten und beworben. Dabei weiß der Konsument genau, was er braucht und kaufen möchte. Zudem ist das Logistiknetz von myEnso für uns eine sehr gute Möglichkeit, Kunden zu gewinnen, die wir alleine als Kleinunternehmen nicht erreichen könnten. Auch hier macht das Gemeinsame stark und leistungsfähig.

Übrigens: In der dritten Folge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir pressgut vor. Schaut doch mal rein. Übrigens könnt ihr Thomas Bicheler auch im Interview mit Jürgen sehen. Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von pressgut im Sortiment gelistet werden sollen. 

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