„MyEnso und uns verbindet, dass wir beide gesagt haben: Wir machen es trotzdem – und auch noch besser!“

Mark Dieckmann, Geschäftsführer von Schulzbrot, im Interview mit myEnso

Nehmen Sie es jetzt nicht persönlich, Herr Dieckmann. Aber brauchen wir wirklich noch eine weitere Brotbackmischung?

Dieckmann: Eine normale Backmischung sicherlich nicht, davon gibt es tatsächlich viele. Eine Schulzbrot-Mischung dagegen schon. Denn im Segment qualitativ hochwertiger Fertigmischungen ist noch viel, viel Platz. Auf der einen Seite tummeln sich da bisher nur die Discounter mit ihren Ruckzuck-Mischungen für einen Euro. Auf der anderen Seite die hübschen Deko-Mischungen, die bunt geschichtet in Einmachflaschen auf dem Regal vor sich hinstauben, bis sie entsorgt werden. Wir passen weder zu den einen, noch zu den anderen. Denn wir sind ein traditioneller Mittelständler mit langer Backerfahrung und haben alte Rezepte so modernisiert, dass sie auch Zuhause umgesetzt werden können. Das Ergebnis ist ein köstliches Brot in Bio-Bäcker-Qualität ohne Konservierungsstoffe, das auch nach einer Woche noch frisch und lecker ist. Wir sind das besondere, das ursprüngliche Brot, das man Kindern gerne aufs Frühstücksbrett legt, vor allem wenn man es vorher zusammen gebacken hat. Und wir sind Retter in der Not, wenn die Supermärkte schon geschlossen sind oder noch ein tolles Mitbringsel für die neuen Nachbarn fehlt.

Was verbindet Sie mit myEnso, und warum sollte Ihre Brotbackmischung bei myEnso gelistet werden?

Dieckmann: Manche Dinge fühlen sich an wie in Stein gemeißelt, sprich: Ein Supermarkt ist ein Supermarkt. Eine Brotmischung ist eine Brotmischung. Punkt. An diesen Beton-Fundamenten zu rütteln, erscheint auf den ersten Blick überflüssig und kostet nur Kraft. Vor allem, wenn Globalplayer die Konkurrenten sind und den Markteintritt möglichst schwermachen. MyEnso und uns verbindet, dass wir beide gesagt haben: Wir machen es trotzdem – und auch noch besser! Außerdem braucht es Mut, den Kunden tatsächlich ins Zentrum aller Entscheidungen zu stellen und nicht nur den Eindruck zu vermitteln. Warum Schulzbrot in die myEnso-Regale gehört? Weil ich es erschreckend finde, dass die Menschen innerhalb weniger Jahre verlernt haben, wie gutes Brot riecht und schmeckt. Eines unserer wichtigsten Grundnahrungsmittel ist zu einem schnellen Billigprodukt verkommen. Doch genau das passt nicht zusammen: Gute Zutaten kosten Geld und noch kostbarer ist die Zeit, die Brot braucht, zum Beispiel damit die Körner quellen können. Nur so kommt Feuchtigkeit ins Produkt und deshalb sind Discounterwaren innerhalb kürzester Zeit trocken.

Jeder von uns schmeißt statistisch gesehen 82 Kilo Nahrungsmittel pro Jahr in den Müll. Brot rangiert mit 15 Prozent auf den ersten Plätzen dieser traurigen Liste…

Dieckmann: Ja und das sollten wir alle nicht mehr so hinnehmen! Der Gedanke der Nachhaltigkeit sollte sich nicht länger nur auf den Umweltschutz beziehen, sondern auch die Rettung von Nahrungsmitteln und der Ernährung allgemein beziehen. Natürlich spielt für uns Ressourcenschonung auch eine große Rolle, deshalb werden unsere Verpackungen aus Agrarrückständen, also landwirtschaftlichen Nebenprodukten, hergestellt und sind damit zu 100 Prozent recyclebar. Trotzdem sollten wir vor allem auch wieder den Wert von Lebensmitteln schätzen lernen – und dass sie zu schade für den Müll sind.

Übrigens: In der zweiten Folge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir Schulzbrot vor. Schaut doch mal rein.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Schulzbrot im Sortiment gelistet werden sollen. 

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