3 Fragen an Mark Dieckmann von Schulz Brot

3 Fragen an Mark Dieckmann von Schulz Brot

„MyEnso und uns verbindet, dass wir beide gesagt haben: Wir machen es trotzdem – und auch noch besser!“

Mark Dieckmann, Geschäftsführer von Schulzbrot, im Interview mit myEnso

Nehmen Sie es jetzt nicht persönlich, Herr Dieckmann. Aber brauchen wir wirklich noch eine weitere Brotbackmischung?

Dieckmann: Eine normale Backmischung sicherlich nicht, davon gibt es tatsächlich viele. Eine Schulzbrot-Mischung dagegen schon. Denn im Segment qualitativ hochwertiger Fertigmischungen ist noch viel, viel Platz. Auf der einen Seite tummeln sich da bisher nur die Discounter mit ihren Ruckzuck-Mischungen für einen Euro. Auf der anderen Seite die hübschen Deko-Mischungen, die bunt geschichtet in Einmachflaschen auf dem Regal vor sich hinstauben, bis sie entsorgt werden. Wir passen weder zu den einen, noch zu den anderen. Denn wir sind ein traditioneller Mittelständler mit langer Backerfahrung und haben alte Rezepte so modernisiert, dass sie auch Zuhause umgesetzt werden können. Das Ergebnis ist ein köstliches Brot in Bio-Bäcker-Qualität ohne Konservierungsstoffe, das auch nach einer Woche noch frisch und lecker ist. Wir sind das besondere, das ursprüngliche Brot, das man Kindern gerne aufs Frühstücksbrett legt, vor allem wenn man es vorher zusammen gebacken hat. Und wir sind Retter in der Not, wenn die Supermärkte schon geschlossen sind oder noch ein tolles Mitbringsel für die neuen Nachbarn fehlt.

Was verbindet Sie mit myEnso, und warum sollte Ihre Brotbackmischung bei myEnso gelistet werden?

Dieckmann: Manche Dinge fühlen sich an wie in Stein gemeißelt, sprich: Ein Supermarkt ist ein Supermarkt. Eine Brotmischung ist eine Brotmischung. Punkt. An diesen Beton-Fundamenten zu rütteln, erscheint auf den ersten Blick überflüssig und kostet nur Kraft. Vor allem, wenn Globalplayer die Konkurrenten sind und den Markteintritt möglichst schwermachen. MyEnso und uns verbindet, dass wir beide gesagt haben: Wir machen es trotzdem – und auch noch besser! Außerdem braucht es Mut, den Kunden tatsächlich ins Zentrum aller Entscheidungen zu stellen und nicht nur den Eindruck zu vermitteln. Warum Schulzbrot in die myEnso-Regale gehört? Weil ich es erschreckend finde, dass die Menschen innerhalb weniger Jahre verlernt haben, wie gutes Brot riecht und schmeckt. Eines unserer wichtigsten Grundnahrungsmittel ist zu einem schnellen Billigprodukt verkommen. Doch genau das passt nicht zusammen: Gute Zutaten kosten Geld und noch kostbarer ist die Zeit, die Brot braucht, zum Beispiel damit die Körner quellen können. Nur so kommt Feuchtigkeit ins Produkt und deshalb sind Discounterwaren innerhalb kürzester Zeit trocken.

Jeder von uns schmeißt statistisch gesehen 82 Kilo Nahrungsmittel pro Jahr in den Müll. Brot rangiert mit 15 Prozent auf den ersten Plätzen dieser traurigen Liste…

Dieckmann: Ja und das sollten wir alle nicht mehr so hinnehmen! Der Gedanke der Nachhaltigkeit sollte sich nicht länger nur auf den Umweltschutz beziehen, sondern auch die Rettung von Nahrungsmitteln und der Ernährung allgemein beziehen. Natürlich spielt für uns Ressourcenschonung auch eine große Rolle, deshalb werden unsere Verpackungen aus Agrarrückständen, also landwirtschaftlichen Nebenprodukten, hergestellt und sind damit zu 100 Prozent recyclebar. Trotzdem sollten wir vor allem auch wieder den Wert von Lebensmitteln schätzen lernen – und dass sie zu schade für den Müll sind.

Übrigens: In der zweiten Folge unserer Sendung #foodpioniere stellen wir Schulzbrot vor. Schaut doch mal rein.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Schulzbrot im Sortiment gelistet werden sollen. 

Erstes Pioniertreffen bei myEnso und Gründung der Genossenschaft

Erstes Pioniertreffen bei myEnso und Gründung der Genossenschaft

In der letzten Woche fand das erste Pioniertreffen von myEnso statt. Mehr als 100 Pioniere folgten der Einladung und trafen sich am 8. Februar im myEnso-Office. Nach persönlicher Begrüßung durch die beiden Gründer Norbert Hegmann und Thorsten Bausch ging es per Shuttle ins Lager – den Speicherhof von Vollers.

Dort haben die beiden Gründer den Pionieren von der Lagerlogistik berichtet. Wusstet ihr, dass in dem Lager vorher Kaffee und Tee gelagert wurden? Weil das heute aber mittlerweile nicht mehr in Säcken eingelagert wird, eignet sich der Speicherhof von Vollers dazu nicht mehr. Für myEnso ist er aber genau richtig: Nach und nach wird myEnso die Lagerräume erweitern können – dank einem Vertrag mit Vollers, der dies möglich macht.

Ein Überblick: Was myEnso bisher erreicht hat und was jetzt kommt

Danach ging es ein Stockwerk höher in den Showroom. Dort erwartete die Pioniere eine kleine Stärkung mit Produkten, die gerade zur Abstimmung liegen, ob sie in das Sortiment von myEnso aufgenommen werden sollen. Mit dabei waren unter anderem Produkte von Saucenfritz, Whapow, Kulau, Grace Foods Canada, Cheesepop und Schulzbrot. Die Gründer von pressgut und SkinGin waren sogar selbst vor Ort und haben ihre Produkte erklärt und vorgestellt.

Norbert Hegmann gab den Pionieren einen Überblick, was myEnso bisher erreicht hat und aktuell plant:

  • Die ersten Wünsche wie das Navigationsrad, den Kioskwagen und den Wünsch-dir-was-Button hat myEnso bereits umgesetzt oder gerade in der Umsetzung.
  • Der Online-Shop ist in der Fertigstellung und kommt im April. Dann können die Bremer Pioniere erste Bestellungen aufgeben.
  • Partner wie pilot, Team Neusta, Grenzebach und Bünting sind mit an Bord und unterstützen myEnso dabei, den Supermarkt der Zukunft zu gestalten.
  • Viele Veröffentlichungen in den Medien fassen zusammen, dass der Kunde bei myEnso im Mittelpunkt steht. Das zeigt die Themenwolke sehr deutlich.

Feierliche Gründung der Genossenschaft

Das Highlight des Abends war die Gründung der Genossenschaft – der myEnso Teilhaber eG. „Nur so können wir sicherstellen, dass myEnso auch wirklich den Menschen gehört und sie mitbestimmen. Diese Konsequenz ist nur logisch, wenn wir von einer hundertprozentigen Konzentrierung sprechen“, so Thorsten Bausch, Gründer und CMO von myEnso. Jeder Pionier kann Anteile der myEnso Teilhaber eG erwerben. Ein Geschäftsanteil beträgt 100 Euro. Jedes Mitglied kann maximal 100 Geschäftsanteile erwerben. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 16 Jahren und die Registrierung als Pionier. Künftig wird auch ein Mitglied der Genossenschaft als Geschäftsführer der myEnso FMCG GmbH bestellt werden und damit die Interessen der Mitglieder auf der höchsten Unternehmensebene vertreten. Alle Mitglieder können an der jährlichen Generalversammlung teilnehmen und ihre Stimme einbringen. Außerdem erhalten die Mitglieder Vorteile bei Lieferkosten und -bedingungen, Vorkaufsrecht bei Spezialprodukten sowie Sonderpreise. Pioniere können eine E-Mail teilhaber@myenso.de mit dem Betreff „Interesse an einer Teilhaberschaft“ schreiben. Sie erhalten dann alle Informationen zur Genossenschaft und dem Erwerb der Anteile.

„Das war wirklich ein tolles Erlebnis, die Genossenschaft so feierlich und vor unseren Pionieren zu gründen“, erzählt Norbert Hegmann, Gründer und CEO von myEnso. „Die Stimmung war super und wir hoffen, dass wir beim nächsten Pioniertreffen bekannte Gesichter wiedersehen und auch viele neue begrüßen dürfen.“

AKTUELLES: Hier der FILM zum Pioniertag

Die Produkte, die beim Pioniertreffen als Snacks und Getränke dienten, werden nach und nach in unserer Sendung foodpioniere vorgestellt. Dort haben wir auch einzelne Hersteller im Interview, die sich bei den Pionieren um einen Platz im Sortiment bewerben. Hier geht es zu dem YouTube-Channel von myEnso mit allen bisherigen Folgen.
3 Fragen an Gert-Jan Rutgers von Cheesepop

3 Fragen an Gert-Jan Rutgers von Cheesepop

„Kunden haben Macht, aber auch Verantwortung. Und das ist gut so!“

Gert-Jan Rutgers, Geschäftsführer von Cheesepop, im Interview mit myEnso

Gouda, Edamer und Maasdamer kennen wir. Nun gibt es einen neuen Export-Schlager aus den Niederlanden: Cheesepop. Was ist denn das?

Rutgers: Cheesepop ist ein Snack aus gepufftem Käse. Er passt perfekt zu Cocktails und schmeckt super lecker als Topping für Salate und Suppen. Das Besondere an Cheesepop ist, dass die krossen Stückchen zu 100 Prozent aus Käse sind. Andere Produkte basieren auf Mais oder Reis und sind nur mit Käse vermengt oder überbacken. Dadurch enthalten sie überwiegend Kohlenhydrate, die völlig zu Recht in der Kritik stehen, weil sie dick machen. Cheesepop bestehen nur aus Käse, also Proteinen, und sind daher sogar für eine Low-Carb-Ernährung geeignet. Außerdem sind sie von Natur aus glutenfrei. Wir fügen auch nichts hinzu, weder Zusatzstoffe, noch Gewürze. Warum auch? Schließlich genügt ein gutes Produkt als Basis völlig. Einfach nach dem Clean-eating-Prinzip! Wir zerkleinern unseren Käse, trocknen ihn und backen ihn anschließend. Dadurch poppt er ähnlich wie Popcorn auf, wird knusprig kross und schmeckt einfach nur nach Käse. Selbst Menschen mit einer Laktoseintoleranz können Cheesepop übrigens essen, da lange gereifter Käse kaum noch Milchzucker enthält.

Warum passt Cheesepop so gut ins myEnso-Sortiment?

Rutgers: Weil wir nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis daran glauben, dass Konsumenten am besten wissen, was sie wollen. Cheesepop ist dafür das beste Beispiel, denn die Idee zu diesem Produkt kam tatsächlich von unseren Kunden! Sie haben uns ständig vorgeschwärmt, wie köstlich der übergelaufene, kross gebackene Käse schmeckt, der bei Aufläufen über die Ränder tritt. Und immer wieder kam die Frage: „Wieso gibt es das denn nicht als Snack?“ Das konnten wir nachvollziehen und haben angefangen, herum zu probieren. Letztlich hat die Produktentwicklung vier Jahre gedauert. Unzählige ungenießbare Versuche sind im Biomüll gelandet. Aber unsere Neugier und unser Forschergeist wurden letztlich doch belohnt: Mittlerweile gibt es Cheesepop weltweit in 13 Ländern, sogar in Australien, Süd-Korea, Japan und Indonesien – und alle lieben unseren Leckerbissen. Die Zeiten, in denen wenige Einkäufer für Millionen Kunden die Wahl über Lebensmittelangebote in den Supermärkten treffen, sind bald vorbei.

Die Konsumenten erwarten heute nicht nur hochwertige, gesunde Produkte, sondern auch faire und nachhaltige Produktionsprozesse. Wie sehen die bei Cheesepop aus?

Rutgers: Stimmt und das ist gut so! Kunden sollten sich ihrer Macht, aber auch Verantwortung viel stärker bewusst sein. Denn letztlich bestimmen sie langfristig, was in den Regalen steht. Jeder kann also durch den Verzicht dazu beitragen, dass ungesunde Zuckerbomben oder umweltschädigende Palmöl-Produkte unattraktiv für die Produzenten werden – und damit aktiven Umweltschutz betreiben. Bei Cheesepop verwenden wir zum Beispiel spezielle Maschinen, deren erzeugte Wärme wieder für den Herstellungsprozess genutzt wird. So sparen wir wertvolle Energie.

Das 2014 gegründete niederländische Unternehmen Cheesepop verarbeitet ausschließlich Käse für seine Snacks und verzichtet auf Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel.

Übrigens: In der zweiten Folge unserer Sendung foodpioniere stellen wir Cheesepop vor. Schaut doch mal rein.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Cheesepop im Sortiment gelistet werden sollen.