Rewe übt die Kunden-Beteiligung – mehr davon!

Rewe übt die Kunden-Beteiligung – mehr davon!

„Endlich dürfen und sollen Kunden ihre Meinung äußern, hurra!“

Von myEnso-Gründer Thorsten Bausch

Wie süß muss ein Schokopudding sein? Darüber lässt Rewe jetzt mit der Initiative „Wie viel Zucker brauchst Du noch?“  abstimmen. Die Kunden können vier Pudding-Varianten der Eigenmarke mit verschiedenem Zuckergehalt probieren und dann online angeben, welche ihnen am besten schmeckt. Eine super Idee!

Die Initiative zeigt, wie neu Kundenbeteiligung beim Lebensmittelkauf ist

Das wirklich Interessante an der Initiative ist für mich weniger das Thema „Zucker“, sondern die Kundenbeteiligung und die Einbindung der Eigenmarke von Rewe. Endlich dürfen und sollen Kunden ihre Meinung äußern, hurra! Und noch mehr: Ihre Meinung wird auch gehört und umgesetzt. Denn das Produkt mit den meisten Stimmen kommt künftig in die Läden. Die große Medienresonanz auf die Aktion zeigt, wie ungewöhnlich es im Lebensmittelhandel noch ist, seine Kunden mitentscheiden zu lassen. Da Rewe nicht die Markenhersteller an der Aktion beteiligt, sondern nur seine eigene Handelsmarke, ist es am Ende aber nur eingeschränkt kundenorientiert. Aber immerhin ein Anfang.

myEnso als Vorreiter für Kundenzentrierung

Ich hoffe, dass sich die Rewe-Kunden jetzt auch fragen: „Warum werden wir denn nicht immer so direkt beteiligt? Es ist doch ganz einfach.“ Ja, das ist es und es ist auch total naheliegend. Die Zeit ist jetzt reif für eine vollständige und konsequente Kundenorientierung insbesondere im Lebensmittelsektor, denn hier geht es ja um meine Ernährung. Die Basis bieten die Digitalisierung der Gesellschaft und die Mündigkeit der Verbraucher. Wer diese Entwicklungen zusammendenkt, muss zwangsläufig bei einem zu 100 Prozent kundenorientierten Supermarkt landen, wie ihn myEnso jetzt – gemeinsam mit seinen künftigen Kunden – umsetzt. Als Vorreiter geht myEnso diesen Weg so konsequent wie kein anderes Unternehmen der Branche.

Wir sind überzeugt, dass dies auch DER Schlüssel zu ganz vielen gesellschaftlich relevanten Themen ist, die den Lebensmitteleinkauf betreffen, sei es Zucker, bio, fair, vegan, regional, unverpackt, frei von, …. Lassen wir endlich den Kunden, also euch, entscheiden!

Wollt ihr als Pioniere dabei sein, und myEnso schon jetzt mitgestalten?

Im Februar findet wieder ein Treffen der myEnso-Pioniere statt, an Wünsche von Pionieren diskutiert und bereits umgesetzte geprüft werden. Wer jetzt Ideen vom kundenzentrierten Supermarkt umsetzen und beim Treffen dabei sein will, kann sich HIER als Pionier anmelden, um einen kompletten Supermarkt von Anfang an zu gestalten.

Grün, grüner, Grüne Woche!

Grün, grüner, Grüne Woche!

Grüne Woche in Berlin Copyright: Messe Berlin GmbH
Internationale Grüne Woche 2018 / Copyright: Messe Berlin GmbH

5 richtig krasse Food-Ideen

Nun ist sie wieder in vollem Gange: Die Grüne Woche in Berlin. Und diese Messe ist mehr als eine kulinarische Fress-Meile! „Sie ist vor allem Showroom für spannende Food-Pioniere, die das Thema Ernährung, bis hin zur kompletten Wertschöpfungskette völlig neu denken und innovative Produkte sowie überraschende Lösungen präsentieren“, sagt Norbert Hegmann, Gründer vom Online-Supermarkt myEnso. Hier verrät er seine fünf Favoriten:

Insektensnack

Klingt gewöhnungsbedürftig, und ist es auch, könnte aber in Teilen das Problem der Massentierhaltung und, wie auch die Alge übrigens, die weltweite Ernährungsproblematik lösen. Denn der (zu) hohe Fleischkonsum führt dauerhaft nicht nur zu gesundheitlichen Problemen beim Menschen, sondern auch zum weltweiten Klima-Kollaps. Das Start-up Bearprotein aus Berlin will dazu beitragen, dass wir uns gesünder und nachhaltiger ernähren. Die Basis der Instinct-Riegel sind aus proteinreichen Grillen, die auf einer biozertifizierten Insektenfarm in Kanada gezüchtet werden.

Cocktail-Eis

Eine kulinarische Ehe, die im Himmel geschlossen wurde, denn Cocktails und Eiscreme sind ja schon einzeln lecker. Das Berliner Start-up Skadi verbindet einfach beides und bietet Frozen Cocktails in 5 Varianten an: Vom Klassiker `Sex on the beach´ bis zum innovativen `Vodka Mate´. Alle Eis-Drinks enthalten über 10 Prozent Alkohol und dürfen natürlich nur an Volljährige verkauft werden. Das hört sich für mich nach einem herrlichen Sommerabend an.

Essbare Trinkhalme

Schätzungsweise 40 Milliarden Strohhalme werden in Deutschland benutzt – und damit etwa 25 Tonnen Kunststoffmüll produziert. Weltweit laufen mittlerweile Umweltorganisationen gegen die Röhrchen Sturm, wie die Lonely Whale Foundation. Sie macht mit dem Hashtag #StopSucking auf die Vermüllung der Meere aufmerksam. Eine kluge Lösung bieten die Wisefood-Gründer aus Sachsen: Sie haben den Trinkhalm Eatapple entwickelt. Er besteht aus Fruchtbestandteilen und kann nach dem Gebrauch einfach aufgegessen werden. Also ich finde das richtig klasse und so etwas muss unbedingt unterstützt werden. Meine Meinung.

Kaffeefrucht-Limo

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts lieben Menschen den feinen Geschmack von Kaffee. Und genauso lange werden nur die Bohnen benutzt und die Kaffeefrucht einfach weggeworfen. Viel zu schade, fanden zwei Hamburger Jungs und haben ein Erfrischungsgetränk aus besagten Überbleibseln entwickelt. Das Resultat heißt: Caté, schmeckt fruchtig-herb, mit einem Spritzer Säure und etwas Kohlensäure. Koffein-Junkies werden es lieben, denn Caté macht so wach wie 2 Tassen Espresso – doch der Kick hält wesentlich länger an. Produktmuster von Caté habe wir bei myEnso schon vorliegen und ich gehe davon aus, das wir Caté bald bei den foodpioniernen sehen.

Weißwurstpralinen

Bayern zum Mitnehmen? Klingt zu schön um wahr zu sein, oder? Dachte sich offenbar auch der Berliner Gastronom Björn Schwarz und bietet neben Leberkäseburger und Kaiserschmarrn to go auch Weißwurstpralinen an. Sie werden in Laugenbröseln gebacken und – wie sollte es anders sein – mit süßer Senf-Remoulade in einer Tüte mit Piekser serviert. Eine coole Alternative zur Currywurst! Aber nicht vergessen: Weißwurst immer Vormittags verzehren (die 12 Uhr-Glocke darf die Weißwurst nicht mehr hören) und am besten mit einem Weißbier.

Du würdest auch mal gerne Grillen-Snacks und essbare Trinkhalme probieren? Im Online-Supermarkt myEnso kannst du das Sortiment mitgestalten – einfach indem du Pionier wirst. Nutze deine Chance und werde Bestimmer unter myenso.de.

3 Fragen an Jan Daniel Fritz von Saucenfritz Berlin

3 Fragen an Jan Daniel Fritz von Saucenfritz Berlin

„Eine ausgewogene und natürliche Ernährung braucht keine Zusatzstoffe“

Jan Daniel Fritz, Geschäftsführer von Saucenfritz Berlin, im Kurzinterview 

Spitzenköche und Hausfrauen wissen: Eine gute Sauce ist nicht nur ein Genuss, sondern auch eine echte Herausforderung. Woher kommt Ihre Liebe für Saucen?

Fritz: Diese Leidenschaft hat mich früh gepackt, weil in meiner Familie schon immer viel gekocht wurde. Irgendwann mauserte ich mich dann zum Salatsaucen-Spezialist. Das Experimentieren mit unterschiedlichen Zutaten, gerade mit ungewöhnlichen, faszinierte mich sofort. Beim Komponieren von Saucen gibt es einfach keine Limits, alles ist möglich. Mit 8 oder 9 Jahren habe ich das erste Mal statt Zucker Marmelade als Süßungsmittel eingesetzt und damit den Geschmacks-Wettkampf im Salatsaucen Battle gegen meine Cousine gewonnen. Zu Geburtstagen und Partys wünschten sich alle ab diesem Moment nur noch meine Saucen als Mitbringsel. Eines Abends erwischte ich auf einem Fest eine Freundin, als sie den Rest eines Dressings heimlich in ein Gurkenglas umfüllte, um es mit nach Hause zu nehmen. Da dachte ich direkt: Wenn es ihr so gut schmeckt, dann bestimmt auch anderen! Das war die Geburtsstunde von Saucenfritz. Seit 2012 gibt es nun Feinschmeckersaucen, Pestos, Chutneys, Mayonnaise und – ganz neu – vegane Streichcremes als Butter & Margarine Alternative. Sie sind der Renner, denn sie sind lecker und die wertvollen Omega-3-Fettsäuren bleiben durch einen neuartigen innovativen Produktionsprozess erhalten.

Was begeistert Sie an der Idee von myEnso? Warum wollen Sie unbedingt dabei sein?

Fritz: Dafür gibt es viele Gründe. Erstens glaube ich, dass der Online-Vertrieb von Lebensmitteln unvermindert stark zunehmen wird. Einen Partner wie myEnso zu haben, der die gesamte Logistik professionell übernimmt, ist für kleinere Unternehmen sehr attraktiv, auch aus finanzieller Sicht. Außerdem bietet die direkte Kommunikation zu den Pionieren unglaubliche Chancen: Ich kann als Hersteller viel flexibler reagieren als im klassischen Einzelhandel, der Produkte sehr statisch in immer gleich verfügbaren Mengen abruft. Durch myEnso könnte ich saisonal reagieren und kurzfristig zum Beispiel ein Bärlauch-Pesto anbieten. Finden sich genug Abnehmer, wird einfach und unkompliziert produziert. Von der Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden, wie es myEnso umsetzt, profitiert letztlich jeder. Das finde ich super! Und für mich war wichtig, dass ein Kooperationspartner auch in puncto Datenschutz so tickt wie ich. Auch da fühle ich mich bei myEnso gut aufgehoben.

Nachhaltigkeit und Fairness werden sowohl bei Ihnen als auch bei myEnso großgeschrieben.

Fritz: Das stimmt. Ich erkundige mich vor einer Zusammenarbeit immer genau über meine Lieferanten: Wie arbeiten sie? Bezahlen sie faire Löhne und engagieren sich im Idealfall auch sozial? Die Kräuter für Saucenfritz-Produkte beziehe ich beispielsweise von einem Demeterhof, der eng mit einer Behinderten-Werkstatt zusammenarbeitet. Außerdem bevorzuge ich, wenn möglich, regionale Partner, die auch verrückte Ideen mit mir umsetzen. Wie etwa den Anbau von Chili. Der wächst nämlich ganz unkompliziert auch im Berliner Umland und muss nicht klimaschädlich aus Fernost oder Lateinamerika importiert werden. Ökostrom ist für unsere Manufaktur eine Selbstverständlichkeit, selbst wenn er etwas teurer ist. Und unsere Produkte gibt es ausschließlich in recyclebaren Gläsern und nicht in Plastikverpackungen. Zudem verwenden wir zu 100 Prozent Bio-Produkte, auch wenn diese etwas divenhafter sein können und weniger berechenbar sind als industriell hergestellte Zutaten. Doch nur so lässt sich echte Qualität produzieren. Und dazu passen natürlich auch keine Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker. Die kommen uns logischerweise nicht ins Glas.

Seit 2012 produziert J.D. Fritz mit seinem Team in Handarbeit Premium-Saucen und Aufstriche in einer Manufaktur in Berlin Weissensee.

Übrigens: Die Saucen von Saucenfritz sollen so gut sein, dass selbst das Berliner Luxus-Hotel Adlon sie aufgetischt hat.  Und ganz neu gibt es jetzt die veganen Streichcremes als Butter- und Margarine-Alternative.

Jan Daniel Fritz war übrigens schon bei #foodpioniere zu Gast. In der ersten Sendung hat er persönlich seine Produkte vorgestellt.

Als Pionier kannst du zeitnah mitentscheiden, ob die Produkte von Saucenfritz im Sortiment gelistet werden sollen. 

Träume verwirklichen, das macht myEnso täglich

Ein großer Traum braucht viele, die ihn mittragen

Ein eigenes Häuschen, ein neuer Traumjob oder endlich ein Sabbatical mit Island-Tour. Jeder von uns hat Träume und wird spätestens heute am „Verwirkliche Deine Träume“-Tag daran erinnert.

Ein guter Moment, um sich zu sagen „Jetzt fange ich an.“

Bei den Gründern von myEnso, Norbert Hegmann und Thorsten Bausch, fing es auch mit einem Traum an, und zwar einem sehr großen: Sie träumten vom idealen Lebensmittel-Einkauf und dem Supermarkt der Zukunft. Wie aus einem Wunsch Stück für Stück Wirklichkeit wird.

Ein Zufall brachte alles in Gang

Norbert und Thorsten trafen sich durch Zufall vor knapp zwei Jahren in der S-Bahn. Sie hatten schon vorher beruflich miteinander zu tun und waren darüber im Kontakt. Beim Wiedersehen merkten beide sofort, dass die Chemie zwischen ihnen absolut stimmte. Sie klönten und entwickelten ihren gemeinsamen Wunsch eines wirklich kundenzentrierten Shops. Sofort war beiden klar, dass sie mit ihrem radikalen und innovativen Ansatz der 100-prozentigen Kundenorientierung, ihren Erfahrungen und dem Branchenwissen eine echte Chance am Markt haben können.

Träume verwirklichen, aber nur mit guten Partnern

Je größer ein Traum, desto mehr müssen ihn mittragen – das war Norbert Hegmann und Thorsten Bausch klar. Also suchten sie sich Partner, die alle erforderlichen Kompetenzen mitbrachten – und genauso revolutionär dachten wie sie. An Bord holten sie zum Beispiel ein renommiertes Marktforschungsinstitut (Kantar TNS), um das Ohr ab der ersten Sekunde der Planung direkt am Verbraucher zu haben oder den Intralogistik-Experten Grenzebach für die mit Robotern gesteuerte Lagersteuerung.

Der wichtigste Partner für die Verwirklichung waren und sind aber die Pioniere. Sie haben ihre Träume von einem idealen Lebensmittel-Shop erklärt und miteinander diskutiert. Diese Träume und Ideen, es waren zu Beginn immerhin 350 Stück, hat myEnso von den Pionieren selbst priorisieren lassen. Das Ergebnis war ein Fahrplan zur Verwirklichung des ursprünglichen Traums von Norbert Hegmann und Thorsten Bausch. Seitdem wird er Stück für Stück realisiert – nicht ohne immer wieder die Pioniere zu fragen: Ist das auch euer Traum, den wir hier verwirklichen?

Täglich kommen neue Wünsche hinzu. Das Prinzip von myEnso lautet: „Lasst uns diesen großen Traum gemeinsam verwirklichen, dann gelingt es.“

Wollt ihr als Pioniere dabei sein?

Im Februar findet wieder ein Treffen der myEnso-Pioniere statt, an dem neue Träume und Wünsche diskutiert und bereits umgesetzte geprüft werden. Wer jetzt seinen Traum vom kundenzentrierten Supermarkt umsetzen und beim Treffen dabei sein will, kann sich HIER als Pionier anmelden.

3 Fragen an Christian Ritschel von Lloyd Caffee Bremen

3 Fragen an Christian Ritschel von Lloyd Caffee Bremen

„Künftige Generationen sollen in Würde leben können.“

Christian Ritschel, Geschäftsführer von Lloyd Caffee Bremen, im Kurzinterview 

Lloyd Caffee zählt zu den wenigen noch traditionell röstenden Kaffeeunternehmen in Deutschland. Dieses Herstellungsverfahren braucht viel Zeit und kostet damit mehr Geld als herkömmliche Röstungen. Warum setzen Sie trotzdem darauf?

Ritschel: Früher, weil uns nichts anderes übrig blieb – heute, weil wir es nicht mehr anders wollen. Als kleines Kaffee-Unternehmen konnten wir uns zu Anfang die Anschaffung einer millionenschweren Rösterei schlicht nicht leisten. Mittlerweile ist genau dieser vermeintliche Wettbewerbsnachteil unser Qualitätsmerkmal! Denn wir sind längst der festen Überzeugung, dass handwerklich gerösteter Kaffee nicht nur bekömmlicher ist, sondern auch besser schmeckt. Deshalb bleiben wir auch weiterhin bei unserer schonenden Handröstung. Außerdem glauben wir, als kleine Rösterei einen intensiveren Kontakt zu unseren Kaffeebauern und Kunden zu haben. So können wir das Beste aus dem Kaffeeanbau mit dem Optimalen aus dem Rösthandwerk kombinieren und anbieten.

Warum möchten Sie Ihre Kaffee-Produkte über myEnso vertreiben? Was begeistert Sie an der Idee von myEnso?

Ritschel: Bislang verkaufen wir unsere Kaffees so gut wie ausschließlich direkt an den Endkunden, denn der Vertrieb über den traditionellen Lebensmitteleinzelhandel ist kompliziert. Wir können gar nicht die Mengen produzieren, die dieser benötigt, um unseren Kaffee flächendeckend anzubieten. myEnso bietet hier auch kleineren Herstellern eine ideale Möglichkeit, individuelle Produkt anzubieten. Und wir finden die Idee großartig, dass die Kunden entscheiden, was gekauft werden kann. Der Konsument kann zwar heute hunderte verschiedener Marmeladen, Joghurts oder Käsesorten kaufen, aber die wirklichen Spezialitäten findet er nach wie vor nicht im traditionellen Einzelhandel. Das wird sich durch myEnso ändern. Und ich freue mich schon auf die feinen englischen Marmeladen, die ich dort bestimmt demnächst finden werde.

Bio und Nachhaltigkeit zählen auch 2018 zu den wichtigsten Schlagworten im Foodbereich. Wie positioniert sich Lloyd Caffee zu diesen Themen?

Ritschel: Über Bio braucht man heute ja nicht mehr zu diskutieren, jeder findet Bio berechtigterweise gut. Trotzdem lohnt sich ein zweiter Blick auf dieses Thema: Es gibt auch sehr viele wirklich gute Produkte, die kein Bio-Siegel haben. Einer unserer wichtigsten Projektkaffees zum Beispiel wird nicht als Biokaffee angeboten, da der kleinen Plantage die Zertifizierung schlichtweg zu teuer ist. Die bauen den Kaffee biologisch an, können sich aber das Zertifikat nicht leisten. Ähnlich ist es mit dem Schlagwort Nachhaltigkeit, das auch oft missverstanden wird. Meistens wird mit dem Begriff ausschließlich Ressourcenschutz verbunden, also dass wir weniger oder keine fossilen Brennstoffe verbrauchen, was bei der Kaffeeproduktion eine eher untergeordnete Rolle spielt. Es gibt jedoch noch mindestens eine weitere Bedeutung von Nachhaltigkeit – und da sind wir und unsere Kaffeebauern ganz weit vorne: Nämlich verantwortungsbewusst mit den endlichen Ressourcen umzugehen, damit heutige und künftige Generationen weltweit ein Leben in Würde führen können. Kernelemente sind dabei die Bekämpfung der Armut und die Anerkennung der ökologischen Grenzen des Wirtschaftens.

Die Lloyd Caffee GmbH ist die älteste noch traditionell röstende Kaffeerösterei in Bremen. 2011 wurde Lloyd Caffee vom Fachmagazin „Der Feinschmecker“ als eine der besten Röstereien Deutschlands ausgezeichnet.

Wer sich für Kaffeerösterei interessiert und wissen will, wie der beste Kaffee Bremens hergestellt wird, kann sich das bei Lloyd Caffee in Bremen anschauen. Christian Ritschel ist Kaffeeröstermeister aus Leidenschaft und bietet regelmäßig Seminare an.

Christian Ritschel war übrigens schon bei uns in der Sendung – in der zweiten Folge der #foodpioniere. Außerdem könnt ihr euch das Gäste-Interview mit ihm in unserem YouTube-Channel anschauen.