3 Fragen an…Hans-Ewald Reinert

3 Fragen an…Hans-Ewald Reinert

Hans-Ewald Reinert

Wir wollen euch in unserem Blog nicht nur Spannendes über Lebensmittel und die Lebensmittelhersteller berichten, sondern wir wollen auch mit den Lebensmittelherstellern sprechen. Dazu werden wir immer wieder Interviews führen mit Vertretern der Lebensmittelhersteller. Heute sprechen wir mit Hans-Ewald Reinert, Geschäftsführer der westfälischen Privat-Fleischerei Reinert, die Wurst- und Fleischwaren unter den Marken „Reinert“ und „Bärchen“ anbietet.

myEnso – Frage Nr. 1: Herr Reinert, welche Erfahrungen haben Sie mit dem Online-Verkauf von Wurst- und Fleischwaren in Deutschland gemacht? Wird das von den Deutschen angenommen? Was sind Ihrer Meinung nach die Haupthindernisse?

H.-E. Reinert: Grundsätzlich steckt für mich das Thema Online-Verkauf von frischen Lebensmitteln, insbesondere in unserer Branche, noch in den Kinderschuhen; nichts desto trotz ist der Macht smarter Technologien und dem Thema Future Retail eine sehr große Bedeutung sowie rasante Zukunftsentwicklung beizumessen. Die großen Online-Plattformen wie beispielsweise Rewe, Edeka24, AmazonFresh, allyouneedfresh oder auch myTime bieten zwar schon diverse frische Lebensmittel online an; jedoch sind wir derzeit noch an Test-Liefergebiete und kleinere Sortimente in diesem Bereich gebunden. Nicht jeder Kunde in Deutschland kann bislang online bestellen und beliefert werden. Eine große Herausforderung sehe ich weiterhin in der kühlpflichtigen, flächendeckenden Logistik der Ware – vom Hersteller bis zum Endverbraucher: Kann eine 100 prozentige Sicherstellung der Verkehrssicherheit der Produkte gewährleistet werden? Wie können zukünftig alle Gebiete Deutschlands ohne massive Erhöhung der Einkaufspreise beliefert werden? Wie gehen Händler und Hersteller mit massiven Diskrepanzen zwischen unverbindlichen Preisempfehlungen im LEH im Vergleich zum Online Handel um?  Welche Bedeutung ist dem PoS zukünftig noch beizumessen und wie ändern sich dadurch auch Markenstrategien und in dem Zusammenhang ganze Unternehmensorganisationen?

Aufgrund des 2-stelligen Umsatzwachstums im Online Handel im 2. Quartal 2017, innerhalb dessen die Lebensmittel dabei fast um 29% zum Vergleichszeitraum 2016 wachsen, müssen wir uns mit den Themen Digitalisierung, Veränderung der Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher (convenientes und schnelleres Einkaufsverhalten, weniger Freizeit), Click & Collect, virtual reality & co. auseinandersetzen. Eine rasante Entwicklung ist absehbar – wer weiß schon, ob wir in zehn Jahren möglicherweise schon 80% unseres täglichen Einkaufs online abwickeln werden?

myEnso – Frage Nr. 2: Das Thema „Tierwohl in der Fleischherstellung“ hat sich zumindest in der Öffentlichkeit wieder etwas gelegt. Dennoch ist der Verbraucher sensibler geworden und achtet mehr auf Tierwohl. Wie reagieren Sie als Fleischhersteller auf diesen Wunsch des Verbrauchers nach mehr Tierwohl in der Produktion?

H.-E. Reinert: Die Übernahme von Verantwortung aus eigenem Antrieb sowie zukunftsorientiertes nachhaltiges Denken und Handeln sichern den langfristigen Fortbestand unseres Unternehmens; dazu gehört vor allem, dass wir bewusster und nachhaltiger mit Ressourcen umgehen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Das Thema „Tierwohl“ haben wir in den letzten Jahren bereits im Detail analysiert und sind mit unseren Lieferanten im stetigen Dialog zu den Themen Tierhaltung und Tierwohlbefinden, insbesondere in der Schweineproduktion. Wir engagieren uns für die signifikante Anhebung der Standards, wie z.B. durch bereits verringerte Tier-Transportzeiten für unsere Sommerwurst-Produkte. Zudem beziehen wir zu 100% QS-Schweinefleisch (Initiative Qualität und Sicherheit) und haben nur einen kleinen, überschaubaren Lieferantenkreis. Wir haben zudem beispielsweise Produktranges mit Kikok-Fleisch in der Produktion oder Fleischersatzprodukte auf den Markt gebracht; jedoch ist eindeutig zu erwähnen, dass die signifikante Anhebung von Tierwohl immer mit Mehrkosten verbunden ist, die die Verbraucher oft nicht bereit sind, mit zu tragen. Das heißt, die Verbraucher möchten nicht mehr Geld für qualitativ höherwertige Produkte auszugeben, solange sie nicht persönlich einen Vorteil durch das Produktangebot für sich erkennen können. Hier besteht eine Diskrepanz zwischen angegebenen Verhalten und realem Verhalten der Verbraucher. Auch der Handel ist nicht immer bereit, die Mehrkosten an den Endverbraucher weiterzugeben. Das Thema ist für uns weiterhin mit hoher Priorität verbunden und wir arbeiten derzeit an einem Produktkonzept für das kommende Jahr, um sowohl Endverbrauchernutzen als auch Tierwohl miteinander zu vereinbaren.

myEnso – Frage Nr. 3: Sie haben es gerade angesprochen: Viele Verbraucher sprechen zwar von Tierwohl, wollen aber möglichst wenig bezahlen für Fleischwaren und wählen ihren Supermarkt häufig nach Sonderangeboten in der Fleischabteilung aus. Jetzt mal Hand aufs Herz: Wie billig kann ein Stück Fleisch sein, welches unter Einhaltung von Aspekten des Tierwohls produziert wurde? Und welchen Preisunterschied macht Tierwohl in der Produktion überhaupt aus?

H.-E. Reinert: In Deutschland setzen sich Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung ein. Die Partner wollen mit der Initiative Tierwohl die Standards in der Nutztierhaltung für Schweine und Geflügel marktweit ausbauen. Davon profitieren derzeit über 267 Millionen Schweine, Hähnchen und Puten. Möglich machen das die teilnehmenden Handelsunternehmen, die seit dem 1. Januar 2015 für jedes verkaufte kg Fleisch- und Wurstwaren 4 Cent auf ein Tierwohlkonto einzahlen. Nicht nur die Lebensmitteleinzelhändler, sondern auch die Discounter wie beispielsweise Lidl, Aldi und Netto nehmen an dem Projekt teil, unabhängig von den unverbindlichen Ladenverkaufspreisen der Wurst- und Fleischwaren. Dieses ist bereits ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Die Preishoheit der angebotenen Produkte liegt letztendlich in der Hand der Händler und wird nicht von den Herstellern diktiert. Natürlich sind „Super-Sonderangebote“ im Bereich Wurst- und Fleischwaren in Bezug auf das Thema Tierwohl nicht Image-förderlich, jedoch: Jedes verkaufte Stück Fleisch und jede verkaufte Packung Wurst erfüllt in Deutschland hohe Qualitätsstandards. Auch wenn der angebotene Ladenverkaufspreis dieses nicht immer widerspiegelt und den Verbraucher irritiert, bedeutet dieses nicht automatisch, dass die hohen Standards in der Nutztierhaltung nicht eingehalten werden, sondern sind letztendlich absatzfördernde Maßnahmen eines Händlers.

myEnso: Herr Reinert, wir danken Ihnen sehr für dieses Gespräch.

myEnso Foodtruck – Von der Idee bis zur Realisierung

myEnso Foodtruck – Von der Idee bis zur Realisierung

Der erste myEnso Foodtruck nimmt in Bremen Fahrt auf.

Der neue Online-Supermarkt der Zukunft will nah am Kunden sein, um das beste Angebot für alle zu haben …

 Wie kam myEnso eigentlich auf die Idee mit den Foodtrucks? Gar nicht!

Die Idee stammt von einem Pionier der ersten Stunde.

In einem Kreativ-Workshop mit myEnso hat ein Pionier kritisiert:

“Klassische Online-Shops sind immer so unpersönlich und unnahbar. Ich weiß nie, bei wem ich gerade einkaufe. Es wäre super, die Online-Supermärkte auch persönlich kennenzulernen, um sich auszutauschen.”

myEnso fand diesen Punkt super spannend und so wurde noch in diesem Workshop, gemeinsam mit allen anderen Pionieren und Vertretern von Lebensmittelherstellern, nach einer Lösung gesucht – es wurde richtig kreativ.

Heraus kam eine tolle Idee: Ein myEnso Foodtruck, damit myEnso auch in der realen Welt nah am Kunden zu sein. Damit war es beschlossene Sache, dass der neue Online-Supermarkt keine reine Internet-Marke sein wird, sondern auf Events oder Wochenmärkten nahbar ist und damit den Online-Shop in die Realität holt. Der erste Entwurf sah so aus:

Foodtruck - erste Version

Im Nachgang an den Kreativ-Workshop hat sich myEnso dann mit den Experten von Kantar TNS zusammengesetzt und ein Konzept erstellt – also eine Beschreibung der Idee – die dann wiederum 200 repräsentativen Konsumenten vorgestellt wurde. Das Konzept sah so aus:

Foodtruck Konzept

Die Befragung war ein voller Erfolg für die Sache.

Das Ergebnis der Befragung: Mehr als ein Drittel der Konsumenten die Idee sehr gut oder sogar ausgezeichnet fanden. Ebenfallss mehr als ein Drittel gab an, dass die Umsetzung dieser Idee einen Online-Supermarkt stark oder sogar sehr stark verbessern würde.

Die Umsetzung der Idee war mit der Umfrage beschlossene Sache, denn myEnso sagt und verspricht: “Der Kunde hat das Sagen.”

Gesagt, getan!  Der erste myEnso Foodtruck ist foliert und ist in Bremen bereits auf Tour. Wo der Truck gerade unterwegs ist, geben wir hier im Blog bekannt. Komm gern vorbei und lerne myEnso ganz persönlich kennen. Mit etwas Glück sind auch die Gründer mit dabei.

Damit wurde der Wunsch des Pioniers erfüllt. 

Bei myEnso werden Wünsch wahr.

Über den“Wünsch dir was” – Button kannst Du Deine eigenen Ideen einbringen oder registriere Dich als Pionier und komm in der Pionier-Lounge vorbei. Dort werden alle einbrachten Wünsche diskutiert und weiterentwickelt. Die Community stimmt über Pionier-Umfragen demokratisch darüber ab, ob und wie die Wünsche umgesetzt werden können. Als Pionier kannst Du Deine eigenen Ideen und die der anderen aktiv voran bringen. Mach mit…

Wenn Du spontan noch eine Idee für den Foodtruck hast oder wie myEnso in der realen Welt nahbar sein kann, dann hinterlasse uns einfach einen Kommentar. 

  • Wie könnte myEnso in der realen Welt noch stattfinden?
  • Wie wäre es mit einem Event-PopUp-Store, in dem die Kunden bei einem Kochkurs mit einem Promi-Koch neue Produkte ausprobieren?
  • Wo und wie würdest du myEnso in der realen Welt gern persönlich erleben?
myEnso Foodtruck bei Kantar in Hamburg

myEnso Foodtruck bei Kantar in Hamburg

myEnso hat den diesjährigen Kantar Day des Marktforschungsunternehmens Kantar durch eine ganz besondere Aktion versüßt. myEnso tauchte mit seinem Foodtruck vor der Eingangshalle in Hamburg auf und schenkte jedem Mitarbeiter einen speziellen myEnso Donut.

Dabei hatten die Mitarbeiter von Kantar richtig Glück, dass sie überhaupt noch Donuts bekamen. Der myEnso Foodtruck hatte schon einige Stunden vor der Veranstaltung vor dem Kantar Gebäude Stellung bezogen und wurde von zahlreichen Passanten angesteuert, die sich über myEnso und seine Idee eines 100% kundenorientierten Online-Supermarktes informieren wollten. Natürlich bekamen auch diese Passanten Donuts geschenkt und wurden eingeladen, als Pioniere bei myEnso mitzumachen. Drinnen lief unterdessen der Kantar Day, wo unter anderem auch die diesjährigen unternehmensinternen Kantar Gold Awards verliehen wurden. Hier wiederum überraschte Kantar das Team von myEnso, denn der diesjährige Preis für das zukunftsorientierteste Projekt des Jahres ging an das Kantar-Team, welches für myEnso den Kundenwunsch aufnimmt und zusammen mit und auf myEnso Wirklichkeit werden lässt.

Next Generation Customer Centricity

myEnso präsentiert sich auf dem ECR-Tag 2017 in München

2 TAGE | 800 TEILNEHMER | 80 REFERENTEN | 110 AUSSTELLER & PARTNER

Der ECR Tag ist mit über 800 Teilnehmern seit Jahren der größte deutsche Branchentreff der Konsumgüterwirtschaft zum Thema Efficient Consumer Response.

myEnso Gründer und -Geschäftsführer Norbert Hegmann war als Gastredner geladen und sprach am 20. September über das Thema „Next Generation Customer Centricity”.  Zum Programm

“Costumer Centricity” ist der Puls von myEnso, der das Konzept zum Leben erweckt. Der Aufbau des neuen Online-Supermarktes konzentriert sich auf die Bedürfnisse der Kunden. Jeder Kunde kann Pionier oder Teilhaber von myEnso werden und aktiv mitgestalten.

myEnso ist auf der Zielgeraden und läutet eine Revolution im eCommerce ein.

Norbert Hegmann kam mit vielen Eindrücken aus München zurück. Die Veranstaltung war für myEnso ein voller Erfolg, denn das Konzept fand großen Anklang bei den Zuhörern.

 

Der nächste ECR TAG 2018 

Am 19. und 20. September 2018 kommen die hochkarätigen Experten aus Industrie und Handel in Wiesbaden zusammen und sprechen über die neuesten Trends und Strategien zur Optimierung der Value Chain:

Jedes Unternehmen ist eine Ansammlung von Tätigkeiten, durch die sein Produkt entworfen, hergestellt, vertrieben, ausgeliefert und unterstützt wird. All diese Tätigkeiten lassen sich in einer Wertkette darstellen.

(Zitat von Michael E. Porter in seinem Buch Competitive Advantage / 1985)

2 Tage – 12 Kreative – 300 Ideen

2 Tage – 12 Kreative – 300 Ideen

Wenn man den besten Online-Supermarkt neu erfinden möchte und dabei vor allem die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen im Blick hat, dann braucht man jede Menge Ideen. Wir haben schon über 300 davon.

In einem sogenannten “Kreativ-Workshop” haben insgesamt 12 Menschen an 2 Tagen die Köpfe zusammengesteckt und insgesamt über 300 Ideen entwickelt, was einen Online-Supermarkt wirklich besser und zu deinem Online-Supermarkt machen würde. Dazu hat der Forschungspartner Kantar TNS insgesamt 6 kreative Konsumenten und 6 Vertreter aus der Industrie an einen Tisch geholt. Natürlich waren Norbert und Thorsten von myEnso auch dabei. Hier kannst du einen kleinen Eindruck davon bekommen, was wir so gemacht haben.

In zwei sehr anstrengenden, aber vor allem sehr spannenden und witzigen Tagen, haben wir uns allgemeine Gedanken zu einem besseren Online-Supermarkt gemacht, aber auch ganz speziell nachgedacht über Ideen für die Bereiche

  • Inspiration und Einkaufserlebnis: Wie kann auf einem Online-Supermarkt jenseits von langweiligen Produktlisten wieder ein echtes Einkaufserlebnis geschaffen werden und wie können wir auf einem Online-Supermarkt inspiriert werden?
  • Datenschutz und Vertrauen: Auf der einen Seite soll ein guter Online-Supermarkt auf meine Bedürfnisse hin ausgerichtet sein, auf der anderen Seite möchten viele Verbraucher nicht, dass ihre Daten einfach gesammelt und verwendet werden, ohne dass es eine Transparenz oder Wahlmöglichkeit gibt. Wie kann myEnso das besser machen?
  • Nachhaltigkeit und Fairness: Wie kann myEnso in Hinblick auf Umwelt, Verpackungsmüll, Mitarbeiterbehandlung “besser” sein als die bestehenden Online-Supermärkte. Und: Wie kann myEnso mithelfen, dass die kleinen Lebensmittelhändler nicht verdrängt, sondern im Gegenteil sogar unterstützt werden?
  • Lebenshilfe: Und schließlich, welche Ideen gibt es dein Leben rund um deinen Einkauf herum zu erleichtern, nicht nur auf der Online-Shopseite selbst, sondern auch bei der Auswahl der passenden Produkte und bei der Auslieferung?

Wir möchten die aus diesen zwei Tagen entstandenen Ideen natürlich auch mit euch besprechen, weil wir wissen wollen, wie ihr sie findet und ob sie aus eurer Sicht den Einkauf wirklich besser machen. Melde dich einfach zum Pionier-Programm an und gestalte deinen Online-Supermarkt selbst mit. Wir freuen uns auf dich!